Testurteil: "8.2 / 10"
Test: Einzeltest: Fahrenheit
Zitat: Pro: + interessante Idee, packende Story, Switch-System, mehrere parallel laufende Handlungsstränge, gute musikalische Untermalung
Contra: holprige Steuerung, Kamera oft nicht optimal, deutsche Synchronisation teilweise nur mäßig gelungen, einige Logikfehler, keine richtigen Rätsel, Action beschränkt sich auf Reaktionstests
Fahrenheit ist endlich mal wieder etwas anderes! Allein die Idee und das interessante Konzept haben ein besonderes Lob verdient. Die Umsetzung ist leider noch nicht ganz optimal, denn die Steuerung könnte auf jeden Fall ausgereifter sein. Auch die technische Seite ist nicht unbedingt der Brüller, geht aber soweit in Ordnung. Dafür kann Fahrenheit aber mit einer spannenden Geschichte auftrumpfen: Nach kurzer Zeit sitzt man gefesselt vor dem Bildschirm, wie bei einem packenden Kinofilm und will den Controller am Liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Mischung aus Spiel und Film ist grundsätzlich also schon äußerst gut gelungen. Der Spieler wird integriert und führt bestimmte Handlungen aus, fühlt sich aber dennoch nicht wie in einem gewöhnlichen Videospiel. Gewisse Ähnlichkeiten zu Point & Click Adventures kann man nicht abstreiten, jedoch fehlen zur Identifikation mit diesem Genre die verzwickten Rätsel und ein Inventar. Die auszuführenden Aufgaben sind zwar eher banal, allerdings tut dies dem Spielspaß keinen Abbruch. Wer jedoch viel erleben will und die ganze Action nicht nur sehen, sondern auch richtig spielen möchte, der könnte von Fahrenheit schnell gelangweilt sein, da sich das actionlastige Spielgeschehen meist auf das Wiederholen von vorgegebenen Richtungskombinationen beschränkt. Alle die sich damit abfinden können, Point & Click Adventures mögen und eine etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung in Kauf nehmen, werden mit Fahrenheit so manch spannende Stunde erleben!