Testurteil: "71%"
Test: Einzeltest: Explosiver zu Namcos Vorzeige-Rennspiel nach der Frischzellenkur
Zitat: Bronze Award
Pro: +
+ Zugänglicher Streckeneditor
+ Spaßige Dominations-Rennen
+ Recht abwechslungsreiche Modi
+ Ordentliche Optik und zerstörbare Umgebungen
Kontra: -
- Fiese Schummel-KI
- Streckenelemente wiederholen sich
- Schlechtes Balancing
- Lieblose Solokampagne
- Öder Elektro-Soundtrack
- Mäßiger Fuhrpark
- Schlechtes Online-Matchmaking
- Kein Splitscreen-Modus
Als Fan von spaßigen, unrealistischen Rennspielen denke ich gerne an das Jahr 2010 zurück. Damals brachte Split/Second krachende Zerstörungsorgien auf meinen Schirm, Blur mauserte sich zum Mario Kart für Erwachsene und pünktlich zu Weihnachten legten uns die Burnout-Schöpfer Criterion das überzeugendste Need for Speed seit Jahren unter den Baum. Traumhaft! Anschließend folgte jedoch ein Jahr Durststrecke ohne großartige Veröffentlichungen. Genau in diesem Umstand liegt die Chance von Ridge Racer: Unbounded. Trotz der frustrierenden Schummel-KI und lieblosen Kampagne dürfen ausgehungerte Fans von Arcade-Rasereien hier zuschlagen, Bugbear Entertainment liefert grundsolide Arbeit ab. Genau in diesem Adjektiv steckt aber auch der Hund begraben: Alles, was mir Unbounded gibt, habe ich woanders schon deutlich besser gesehen. Und alles, was ich von einem Ridge Racer erwarte, suche ich vergeblich. Alte Serientraditionen auf dem Altar des Neuanfangs zu opfern, das war überfällig – dafür hätten die Entwickler jedoch neue Charakterzüge herausarbeiten müssen, statt nur wild zu kopieren. p.s.: Falls euch der mittemäßige Elektro-Soundtrack auf den Keks geht, würden wir euch das kostenlose Spotify empfehlen. Dort haben einige Fans die tollen Soundtracklisten von Burnout: Paradise und Need for Speed zusammengestellt. „Als Arcade-Raserei gehobenes Mittelmaß, als Ridge Racer-Teil enttäuschend!“