Test: Einzeltest: Dragon Age: Inquisition
Zitat: Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Dragon Age: Inquisition ein Rollenspiel ist. Das heißt im Idealfall sich mit dem eigenen Charakter identifizieren, sich in die Welt hinein ziehen lassen, den Problemen und Sorgen des Gefolges und anderer lauschen, zu erkunden und zu sammeln, was die Welt her gibt, und ganz wichtig: Zeit mitbringen! Wer das nicht kann, möchte oder will, sollte die Finger von dem Titel lassen.
Dass die Herrschaften von Bioware nicht zu irgendeinem Zeitpunkt mal selbst über die Steuerungsschwierigkeiten ihres Titels gestolpert sind, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Bleibt also schon irgendwie der Vorsatz, das Spiel unfertig oder unnötig unbequem released zu haben, an ihnen haften.
Für mich kommt mit diesem Spiel seit langem wieder jemand näher an die Ursprünge und die alten Stärken des Genres heran. Eine dichte und breit gefächerte Geschichte, weitläufige und mehrschichtige Gebiete, tolle Dialoge, allerhand Sammelbares, Rätsel, anspruchsvollere Quests, authentische Nebenfiguren und gut 80 Stunden Spielzeit. Auch wenn ich bei den Designumsetzungen in Sachen Menüführung/Steuerung und co. mehr als einmal ‚Kopf meets Tischplatte‘-Momente vollends genießen durfte, konnte mich kein Rollenspiel seit Skyrim derart beigeistern, wie es die Inquisiton geschafft hat!