Testurteil: "6 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Guatemala Café
Zitat: Mit Guatemala Café haben wir ein Spiel vor uns, das pure Taktik in sich trägt. Jedem Spieler sind alle kurzfristig wichtigen Informationen zugänglich, Dinge wie etwa Glück gibt es nicht. Eingebettet ist das alles in wunderbare Illustrationen und hochwertige Holzausstattung. Trotzdem ist das Spielgeschehen zu abstrakt, um Atmosphäre aufkommen zu lassen. Dies erweckt bei einigen Spielern den Eindruck, dass Guatemala Café mehr verspricht als es hält.In meinen Augen ein Pluspunkt: Dass das Spiel immer wieder anders verläuft. Möglich wird dies durch den zweiseitigen Spielplan beim Materialnachschub, der neben der fixen Verteilung auch eine zufällige und somit immer wieder neue Verteilung der Lagerhäuser, Schiffe, Arbeiterinnen und Kaffeesäcke zulässt. Außerdem ist es ein großer Unterschied, ob man auf dem Plantagenplan für zwei Spieler oder auf dem für drei und vier Spieler agiert. Der für drei und vier Spieler gefällt mir alleine schon deshalb besser, weil es mehrere Häfen für die Schiffe gibt und so noch mehr Taktik ins Spiel kommt.Bis man die komplette Wirkungsweise des Spiels begriffen hat, dauert es seine Zeit. Hauptschuld muss man der Spielanleitung geben, die mit Abbildungen und Beispielen mehr als geizt.Kurz zusammengefasst: tolle Aufmachung und hoch taktisches Spiel, aber schlussendlich fehlt der Reiz es wieder und wieder zu spielen.