Testurteil: "86%"
Test: Einzeltest: Thief 3: Deadly Shadows
Zitat: Operation gelungen: auch auf Konsole weiß Ion Storms diebisches Schleichabenteuer zu gefallen. Zuerst fällt dem Spieler natürlich die wunderschöne Optik auf, doch auch vom Gameplay her kann Garrett überzeugen. Die offene Missionsstruktur und die verschiedenen Lösungswege in den Missionen bürgen für Abwechslung. Auch frustige Stellen und übertriebenes Trial&Error, welche z.B. „Splinter Cell“ bietet, werden hier auf ein Minimum reduziert. Das liegt vor allem an den vielseitigen Fluchtmöglichkeiten eurerseits. Eine geworfene Blendgranate oder eine geschickt platzierte Ölpfütze wirken oft Wunder. Doch „Thief“ hat auch seine „Schattenseiten“: man merkt dem Spiel oftmals an, dass es sich hier um eine teils mangelhafte PC-Umsetzung handelt. Das fängt bei der holprigen Framerate an und hört bei der umständlichen Menuführung auf. Mit etwas mehr Zeit und Sorgfalt wäre da sicher mehr drin gewesen. Auch der KI Bug und die „regulären“ Aussetzer sprechen eine deutliche Sprache. Angesichts der genialen Atmosphäre, der spannenden Story und der vielseitigen Handlungsmöglichkeiten kann man dies allerdings verschmerzen. Insgesamt ist „Thief: Deadly Shadows“ allen Freunden guter Stealth-Action Titel ausnahmslos zu empfehlen. Gerade Leute, die Spiele wie „Splinter Cell“ aufgrund ihrer Hintergrundgeschichte meiden, sollten hier unbedingt mal einen Blick riskieren.