Test: Einzeltest: Phono mit Aussicht
Zitat: Tonal über alles balanciert, im Zweifel eher etwas wärmer als kühler unterwegs, denn der Bass-/Grundtonbereich ist durchaus kräftig (aber nie fett!) und die oberen Oktaven sind auf Normlevel oder minimal darunter. Der Tiefton besitzt nicht nur Schub, sondern auch Kontur. Knochentrocken geht's hier aber auch nicht zu, eher lässt sich von einem guten Mittelweg zwischen Saft und Definition sprechen. Die mittleren Lagen sind, wie gesagt, einen Hauch wärmer temperiert und besitzen eine der Preisklasse entsprechende, das heißt hohe Auflösung. Gleiches gilt fürs Hochtonband, welches sich nahtlos ins Klangbild integriert, komplett und vollständig erscheint, dabei aber nie eine funkelnde Sonderrolle spielt.
Die ECP-2 spielt angenehm dynamisch, was man bei diesem Preispunkt aber auch erwarten darf. Sehr glaubwürdiges, gutes Timing, da die Balance zwischen Attack und Sustain gewahrt bleibt. Was die virtuelle Bühne betrifft, so gibt es Phonostufen, die den Fokus mehr auf die Tiefendimension legen. Hier ist die ECP-2 schon gut – aber es geht noch mehr. Gleichwohl darf ihre Art der Raumdarstellung als Stärke durchgehen, denn es wird ein angenehm breites Klangpanorama aufgezogen, welches offen, frei und dem Hörer zugewandt wirkt. Sehr involvierend. Die Abbildungspräzision ist hoch. Wertige Verarbeitung. Sehr gut an unterschiedliche Tonabnehmer anpassbar.