Es gibt so viele (Test-) Berichte und Vergleiche über und mit dieser Kamera. Eine weitere Spec-Schlacht ergibt da einfach keinen Sinn und würde keine echte Einschätzung zulassen, wie sich die Kamera im Alltag tatsächlich schlägt. Daher die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte, die man über die X-S10 wissen sollte.
Handhabung:
Die Kamera ist angenehm kompakt, erst recht mit diesem Objektiv (XF 18-55mm 2.8-4.0 R LM OIS). Sie liegt durch ihren tiefen Handgriff sehr gut in der Hand. Man kann die Kamera mit dem Griff auch locker längere Zeit in der Hand halten, wenn man sie nicht mit dem Tragegurt trägt. Mit vergleichbaren Kameras anderer Hersteller taten mir so irgendwann die Finger weh.
Apropos Gurt: der ist angenehm schmal und sehr dezent. Nur ein kleiner weißer Schriftzug weißt im unteren (!) Teil des Gurtes auf die Marke hin. Also keine übertriebene Zurschaustellung der Marke. Top!
Bildqualität:
Ein erheblicher Mehrwert der X-S10 ggü. den Konkurrenten ist die Qualität der JPEGs. Die Kamera bietet die Möglichkeit, mit Filmsimulationen (im Prinzip sind das Farbprofile) sehr brauchbare JPEGs direkt aus der Kamera zu generieren. Natürlich muss man ein wenig Ausprobieren und Testen. Jeder Anwender einer Systemkamera steht aber nunmal vor der Frage: JPEG oder RAW? Ja, es geht auch beides, aber darum geht’s hier nicht. RAWs brauchen zu 99% Nacharbeit und sind zudem sehr groß. Die Nacharbeit kostet vor allem Zeit und Geld (z.B. für Lightroom). Hat man hingegen ein Gefühl für die JPEG-Möglichkeiten der Fuji bekommen, kann man einfach und schnell die Bilder nutzen und genießen (ohne, dass sie wochenlang auf Bearbeitung warten). Wer es besonders eilig hat kann schon auf dem Heimweg die Bilder per App aufs Smartphone übertragen und sofort bei Instagram posten. ;-) Übrigens bieten fast alle anderen Fujifilm-Kameras ebenfalls die Filmsimulationen und damit auch brauchbare JPEGs.
Unterstützt wird das Ganze durch einen wirklich sehr guten und rauscharmen Sensor, der zusätzlich auch noch stabilisiert ist (IBIS). Nur wenige Kameras bieten in diesem Preissegment eine vergleichbare Funktion. Verwendet man zusätzlich noch eines der stabilisierten OIS-Objektive von Fuji, kann man richtig gute Aufnahmen in dunklen Umgebungen aus der Hand (!) machen. Echt stark!
Bedienung:
Die X-S10 ist nicht die einfachste Kamera, keine Frage. Aber sie erschlägt den Nutzer auch nicht mit einer endlosen Liste an Funktionen. Die Bedienung erfordert etwas Einarbeitung. Hat man seine Konfiguration vorgenommen, geht das Fotografieren aber leicht und schnell von der Hand. Helfen tut dabei auch der praktische Blendenring an den Fuji-XF-Objektiven.
Objektiv:
Das Objektiv XF 18-55mm 2.8-4.0 R LM OIS ist eine sehr gute Allround-Ergänzung. Es ist optisch stabilisiert und besticht vor allem durch seine Größe und Verarbeitung. Im Prinzip ist es ein besseres Zoom-Objektiv ggü. der XC-Serie und sollte gewöhnlichen Ansprüchen mehr als genügen. Die Kamera passt damit sogar in eine größere Jackentasche. ;-) Für optische Besonderheiten (z.B. höhere Lichtstärke oder Sonnensterne) sollte man auf das etwas größere, aber auch teurere XF16-80mmF4 R OIS WR zurückgreifen, das es ebenfalls im Kit mit der X-S10 gibt.
Ein wesentlicher Kaufgrund für die X-S10 waren tatsächlich die Objektive, im Speziellen die von Fujifilm selbst. Im Verhältnis zu Canon oder Nikon gibt es auf dem Markt zwar deutlich weniger Fuji-Objektive von Drittanbietern (wie z.B. von Tamron), weniger ist hier allerdings nicht schlechter. Die Objektive von Fuji sind sehr gut, vor allem die XF-Serie. Für jeden Einsatzzweck gibt es mindestens ein Objektiv im mittleren Preissegment.
Fazit:
Die Kamera ist perfekt für Familien und Leute, die mit Systemkameras auf Tuchfühlung gehen wollen. Technisch lässt die X-S10 kaum Wünsche offen und bietet wirklich viel fürs Geld. Sie ist kompakt, wertig, durchdacht und bereitet (nach etwas Einarbeitung) richtig Freude am Fotografieren. Die JPEG-Fähigkeiten erlauben den schnellen Genuss der Bilder.
Fujifilm bietet zudem hochwertige Objektive. In jedem Fall rate ich zu einem XF-Objektiv, mag der Preis im ersten Moment auch hoch sein - es lohnt sich. Sehr empfehlenswert!
Als Nachfolgekamera für meine Canon habe ich die Fujifilmkamera gekauft, da sie sowohl eine automatik Programmauswahl als auch manuell einstellbare Programme hat und zugleich sehr kompakt ist. Nach einem Urlaub und vielen Fotos bin ich einfach nur begeistert. Die Bildqualität ist profimäßig, Filme erstellen ist genial einfach. Der einzige kleine Kritikpunkt ist die fehlende deutsche Bedienungsanleitung. Man kann diese Kamera einfach nur lieben, bedenkenlose Kaufempfehlung.
Als Nachfolgekamera für meine Canon habe ich die Fujifilmkamera gekauft, da sie sowohl eine automatik Programmauswahl als auch manuell einstellbare Programme hat und zugleich sehr kompakt ist. Nach einem Urlaub und vielen Fotos bin ich einfach nur begeistert. Die Bildqualität ist profimäßig, Filme erstellen ist genial einfach. Der einzige kleine Kritikpunkt ist die fehlende deutsche Bedienungsanleitung. Man kann diese Kamera einfach nur lieben, bedenkenlose Kaufempfehlung.
Vorweg, die Kamera ist absolut empfehlenswert für Neueinstiger in die Fujiwelt. Ich bin ein großer Canon Fan und fotografiere überwiegend mit EOS R5 und R6 und den entsprechenden RF-Objektiven aus der L Serie. Warum also zusätzlich noch eine Fuji? Nun, im Gegensatz zur Vollformat ist sie wirklich sehr handlich und ich bekomme alle meine Objektive in eine kleine Fototasche. Ich kann die Kamera also überall mitnehmen, wo ich sonst meine Canons zuhause liegen lassen würde.Zu Beginn war ich noch
mehr Ergebnisse anzeigen