Letzte Ergänzung am 23.10.2019: 14 Tage später bleibt mir leider nur zu konstatieren, dass der Globber lediglich ein optischer Hingucker ist. Die Praktikabilität ist mehr als bescheiden. Maßlos enttäuscht bin ich v. a. von dem angeblich tollen Klappmechanismus. Nichts zu wollen, der Globber klappt entweder erst gar nicht zusammen oder die Lenksäule rastet nicht wieder korrekt ein, sodass sie sich während des Fahrens nach vorne neigt. Transport im geklappten Zustand funktioniert überhaupt nicht. Was auch immer man tut, der Scooter klappt immer wieder auseinander. Mechanismus nicht gut durchdacht. Ebenso wenig funktioniert das Herausnehmen/Einstecken der Griffe problemlos. Super schwergängig und eine riesige Schmierstoffsauerei. Daher leider meine Empfehlung: Wer einen gut funktionierenden, auch im Regen einsetzbaren, leicht klapp- und transportierbaren Scooter für Berliner Straßen sucht, der sollte NICHT zum Globber greifen. Der Globber ist lediglich dafür geeignet, ihn sich als optisches Schmuckstück irgendwo hinzustellen oder bei Schönwetter aalglatte Asphaltwege zu befahren. Bei uns wandert er in die Ecke für Besuchskindspielzeug, denn für unseren Alltag ist er absolut nicht zu gebrauchen. Tut mir leid, liebe Entwickler und Produzenten. :-(Ergänzung am 09.10.2019: Nach mehreren Wochen Gebrauch - bei Nässe ist der Globber deutlich schwerer zu kontrollieren als der Hudora Big Wheel RX-Pro. Insbesondere Längsrillen oder die in Berlin allgegenwärtigen Baustellen (v. a. Holz- oder gar Metalluntergründe auf Gehwegen) machen das Handling zu einer ziemlich gefährlichen Angelegenheit. // Es bleibt dabei, der Globber ist ein optisches Schmuckstück, und (sofern der Klappmechanismus zufällig funktioniert) das kurze Abstellen irgendwo funktioniert hervorragend. Abgesehen davon ist er aus meiner Sicht nicht zu 100% durchdacht und im Alltag nicht rundum gefahrfrei, praktisch und Spaß bringend einsetzbar.Ich nutze seit Längerem sehr intensiv und voller Begeisterung für kurze Wege, insbesondere für oder zur Bahn/zum Bus, den Hudora Big Wheel RX-Pro. Im Zusammenspiel mit mir und dem Hudora-Roller gibt es lediglich ein Problem: Wenn ich es besonders eilig habe, passiert es mir gelegentlich, dass ich mir beim Tragen des Rollers das messerscharfe Trittbrett gegen den Fußknöchel schlage. Was verdammt weh tut.Daher habe ich nach einem Zweitroller v. a. für den Arbeitsweg gesucht, bei dem mir genau dies nicht passieren kann. Nach einigen Recherchen bin ich auf den Globber One NL 205 gestoßen. Überzeugt hat mich die breite Kante am Trittbrett, die versprach, dass mein Knöchel künftig heil bleibt, auch wenn es mal wieder schnell gehen soll. ;-) Das ausschlaggebende Kaufargument war dann allerdings der vermeintlich geniale Klappmechanismus. Wow, dachte ich, nie wieder schmutzige Hände, wenn ich im Büro ankomme, weil ich meinen Roller in der Bahn zusammenklappen musste.Bewertung - Positives:1.) Sich mit dem Globber-Trittbrett den Knöchel aufzuschlagen, ist in der Tat nahezu unmöglich. Dies liegt jedoch nicht nur an der breiten Abschlusskante des Trittbrettes, sondern auch daran, dass das Trittbrett nur äußerst begrenzt schwenkbar ist.2.) Der Globber gefällt mir. Er schaut einfach anders aus, er ist ein Hingucker. (Leider denken viele, es handele sich um einen E-Scooter, was einem ziemlich viel Meckerei v. a. in der Bahn einbringen kann.)3.) An sich eine coole Sache, dass man nicht umständlich mit den Fingern einen Ständer herausklappen muss, um den Roller schnell mal abzustellen. (Wenn das Klappen der Lenkstange tadellos funktionieren würde ...)Bewertung - Negatives:1.) Das nur in einem sehr kleinen Radius schwenkbare Trittbrett macht das Rangieren zu einem reinen Glücksspiel. Enge Kurven sind nur mit einer Auslenkung zu nehmen, die an einen 50 Meter langen Schwerlasttransporter erinnert. Den Roller gefühlvoll in Bahn oder Bus zu drehen, ist im Grunde unmöglich, es sei denn, man ist der einzige Fahrgast.2.) Der Klappmechanismus ist, zumindest bei meinem Globber, eine Katastrophe. Das Betätigen des Hebels an der Lenksäule führt lediglich bei durchschnittlich einem von fünf Versuchen zum Erfolg. In den übrigen Fällen bleibt die Betätigung schlicht wirkungslos.3.) Gelegentlich kippt trotz sorgfältiger Arretierung die Lenksäule wieder aus der Halterung und damit nach vorne. Wenn das beim Fahren passiert (in den letzten Tagen zwei Mal), ist der Schreck groß und die Unfallgefahr riesig.4.) Die Arretierung der Lenksäule am Schutzblech funktioniert überhaupt nicht. Eine klitzekleine Bewegung und der Roller fällt förmlich wieder auseinander. Es ist mir bislang nicht gelungen, den Roller zu tragen, ohne dass er entweder wieder auseinanderklappt oder ich ausschaue wie eine Sau, weil ich mit den Fingern Rad und Lenksäule zugleich festhalten muss.5.) Zumindest für Berliner Straßen ist der Globber vielerorts völlig ungeeignet. Was mir mit meinem Hudora-Roller noch niemals, nicht ein einziges klitzekleines Mal passiert ist, ist mit dem Globber an der absoluten Tagesordnung. Alle Naselang bleibe ich mit der Unterseite des Trittbrettes irgendwo hängen, und das ist richtig gefährlich - Gehwegkanten, die nicht perfekt abgesenkt sind, Kopfsteinpflaster, Gehwegunebenheiten, ... Im Grunde müsste ich permanent auf der Fahrbahn fahren, um halbwegs heil irgendwo anzukommen. Und selbst dort müsste ich jedem Schlagloch akribisch ausweichen. Wer mit dem Globber liegäugelt, sollte daher vorher sehr genau überlegen, wie die Untergründe beschaffen sind, auf denen der Globber bewegt werden soll.6.) Der Globber knarzt, knackt, quietscht, ... wie das übelste Plastikbilligauto, das man sich im Geiste überhaupt vorstellen kann. Irgendwo schrieb ein Rezensent, dieser Krach habe etwas Gutes, weil die Passanten eiligst davon hüpfen. Stimmt. Doch kann ich auf diese Art "Rücksichtnahme" hervorragend verzichten. Man traut sich ja kaum, den Globber zur Unzeit zu bewegen, weil man Angst hat, Tote zum Leben zu erwecken.7.) Der Globber ist deutlich schwerer als andere Roller.Summa summarum erhält der Globber von mir zwei Punkte. Optisch überzeugt er mich. Und tatsächlich freut sich mein Knöchel, dass er nicht mehr gar so oft von einem Rollertrittbrett malträtiert wird. ;-) In jeglicher anderer, für mich relevanter Hinsicht jedoch enttäuscht mich der Globber. Er ist laut. Er ist für viele Wege schlicht nicht zu gebrauchen wegen des viel zu tiefen Trittbrettes. Er ist schlecht zu transportieren aufgrund des wackeligen Klappmechanismus und wegen seines Gewichtes. Es ist schwer, mit ihm zu rangieren.Ich werde den Globber auch weiterhin nutzen. Auf guten Gehwegen ohne größere Unebenheiten. Weil er gut ausschaut und sich ganz angenehm fährt, wenn nicht gerade eine der o. g. Macken zuschlägt. - Für den schnellen, kurzen Weg jedoch bleibt der Hudora Big Wheel RX-Pro ganz, ganz klar mein eindeutiger Favorit und wird auf keinen Fall vom Globber verdrängt.
Sieht gut aus, aber in der Performance starke Abzüge
Die Handbremse hat eher einen dekorativen Zweck, wirklich bremsen geht nur mit der Fußbremse
Die Räder rollen trotz Abec7 unerwartet schlecht, ich vermute das ist auf das Material der Räder zurück zuführen
Sobald der Boden ein wenig feucht ist spritzt es trotz des Schmutzfangs bis an den Oberschenkel hoch, totale Sauerei
jegliche Bodenunebenheit nimmt das Trittbrett genau auf und überträgt es auf den Fahrer hart und rüttelig
Die Klingel funktioniert einwandfrei
Der Klappmechanismus ist gut ausgedacht und praktisch, zusammenklappen geht einfach und schnell was jedoch auch bei der beachtliichen Größe des Rollers ständig vonnöten ist, in meinen Kofferraum passt er auch in geklapptem Zustand soeben gerade rein und ich habe einen kleinen Kombi.