Test: Einzeltest: Im Goldrausch
Zitat: Die Gold Note PA-1175 besitzt einen durchaus saftig-voluminösen Bassbereich, der sich eher halb- als staubtrocken präsentiert. In Sachen Tiefgang wird das geliefert, was man von einer Endstufe in dieser Preisklasse erwartet. Für die allerletzte Durchzeichnung und Stabilität muss man mehr investieren. Eher sonore mittlere Lagen. Klangfarben wirken authentisch und deckkräftig der besondere Appeal in diesem Frequenzbereich ergibt sich aus der ausnehmend plastischen Vortragsart. Instrumente und insbesondere Stimmen wirken dreidimensional echt. Eine klare Stärke. Etwas defensive, ins Gesamtklangbild tadellos integrierte Höhen. Die oberen Oktaven spielen keine Sonderrolle. Für viele Hörer ist's so genau richtig andere werden etwas Luftigkeit und Flirren vermissen. Ein gutes, klassentypisches Auflösungsvermögen. Gute grobdynamische Fähigkeiten, wobei hier durchaus noch Luft nach oben bleibt. Feindynamisch wird einem fürs Geld reichlich geboten. Insgesamt lässt sich nicht von einer reinrassigen Rhythmusmaschine sprechen, sondern von einer schönen Balance aus Attack und Sustain und gutem Flow. Eine vergleichsweise eher kompaktere Bühnendarstellung mit latentem Drang nach vorne, was angenehmerweise leicht anmachend und involvierend wirkt. Die Ausleuchtung der Raumdimensionen (Breite, Tiefe) ist also schon noch steigerbar aber die Stärke der PA-1175 liegt eben auch woanders: Nämlich, wie oben schon erwähnt, in dem Vermögen zur dreidimensionalen Gestaltung von Klängen. Nicht einfach randscharf, sondern plastisch. Pointiert formuliert: Hier wird nicht einfach Gesang wiedergegeben, sondern der Sänger steht in Fleisch und Blut vor einem. Eine umschaltbare Ausgangsimpedanz, wodurch sich der Dämpfungsfaktor ändert. So kann man je nach Hörgeschmack, Musikgenre und/oder Lautsprecher (mehr oder minder subtilen) klanglichen Feinschliff vornehmen, was das Matching mit den Boxen erleichtert und für zusätzliche Variabilität sorgt.