Test: Einzeltest: Hasselblad True Zoom im Test
Zitat: Die Idee von Zusatzmodulen ist so gut wie auch komplex. Es muss aber nicht nur das System selbst überzeugend und leicht bedienbar umgesetzt werden, auch die Module selbst müssen einen echten Mehrwert darstellen. Eine aufsetzbare Kamera dürfte dabei das sein, was den meisten Smartphone-Nutzern als erstes in den Sinn kommt. Deshalb ist die Hasselblad True Zoom die wohl größte Chance, das Moto-Mod-System populär zu machen.
Gerade deshalb ist es aber schade, dass Motorola und Hasselblad die Chance nicht nutzen. Man kann dabei leider nicht nur von ein paar wenigen Patzern sprechen, geredet werden muss über teilweise grobe Fehler, die vor allem mit Blick auf die Erfahrung des schwedischen Kameraherstellers unerklärlich sind.
War man unter Umständen gar nicht oder nur sehr am Rande in die Entwicklung involviert und hat stattdessen in erster Linie nur seinen Namen zur Verfügung gestellt? Diesen Eindruck kann man zumindest bekommen, wenn man sich Punkte wie die enttäuschende Bild-Qualität, die eingeschränkten Optionen innerhalb der Applikation und vermeintliche Kleinigkeiten wie die verbesserungswürdige Zoom-Steuerung oder das fehlende Stativgewinde anschaut. Noch schlimmer wird es, wenn die Aufnahmen des Moto Z mit denen der Hasselblad True Zoom vergleicht. Erstere fallen in neun von zehn Fällen besser aus, darüber hinaus bietet die Smartphone-Kamera mehr Möglichkeiten.
Allein deswegen verdient die Hasselblad True Zoom keine Empfehlung. So interessant der Versuch ist, in der Praxis scheitert er. Die weitaus bessere Lösung ist der Kauf einer guten Kompaktkamera oder einer günstigen Systemkamera, die mitsamt Kit-Objektiv schon für etwa 280 Euro zu haben ist.