Testurteil: "10 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Machu Picchu, Die Prinzen von
Zitat: Schnell ist klar, dass Machu Picchu ein komplexeres Spiel ist. Man muss geschickt mit seinen Resourcen haushalten und seine Waren zeitgerecht, effizient einsetzen. Dazu ist es wichtig, dass man nicht zulange mit dem Kauf von Jungfrauen- und Priesterkarten wartet. Denn ohne diese kommt man schwer zu Opferkarten und nur diese bringen die ersehnten Punkte. Einerseits bei den Spaniern viel Gold, andererseits kann man beim Sieg der Inkas ohne Opferkarten keine passenden Inkas einsetzen. Wer seine Waren zu schnell verprasst, fällt sofort nach hinten und kann sich schwer wieder hochrappeln. Das heißt, man muss eine Balance zwischen allen Spielmöglichkeiten finden, um so Schritt für Schritt zum Sieg zu gelangen.Auch das Vorrücken der Tage sollte man nicht aus den Augen lassen. Es geschah schon öfters, dass man zu leichtfertig auf das falsche Pferd gesetzt hat und durch die zwei Ausgangsmöglichkeiten ins „Aus“ geschossen wird. Natürlich kann man sich früh eine Mondscheibe nehmen, so den Tagesablauf früher beenden und somit das unerbittliche Vorrücken des Zeitmarkers beschleunigen. Ergebnis: Die Spanier fallen schneller in Machu Picchu ein.Es gibt mehrere strategische Möglichkeiten in Machu Picchu , um im Spiel gut voran zu kommen. Diese können aber durch die Interaktion der Mitspieler ein wenig manipuliert werden (bewußtes Versetzen eines Inka-Prinzen auf ein bestimmtes Stadtviertel). Durch die Opferkarten kommt auch noch eine minimale Glückskomponente ins Spiel. Durch diese ausgewählten Elemente erhält das Spiel keine Verbissenheit und man hat meistens taktische Ausweichmöglichkeiten als Alternative.Der Spielmechanismus spielt sich rund und die einzelnen Aktionen verzahnen gut ineinander. Trotzdem hat man das Gefühl, aus einer Reihe an Möglichkeiten auswählen zu können (wenn da nicht die Mitspieler wären ;-)). Die Spielzeit blieb bei allen Testrunden, durch die Zeitleiste, konstant.Das Spielmaterial wurde sehr schön und stimmig zum Thema illustriert und besteht nur aus Holz und Karton. Die Anleitung ist überraschenderweise kurz, aber ausreichend informativ ausgefallen.. Zusätzlich bietet der Verlag noch weiteres Infomaterial an – auch das gefällt.Ich kann allen Taktik- und Strategiefans Machu Picchu wärmstens empfehlen. Mac Gerdts hat eine wundervolle Balance im Spielmechanismus gefunden, die mir immer wieder Freude bereitet. Das Thema passt, die Spielzeit passt und die Komplexität passt.