Testurteil: "8 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Warrior Knights
Zitat: Bei Warrior Knights handelt es sich tatsächlich um ein epochales Spiel, das nicht gerade einfach zu verinnerlichen ist. Die Prinzipien sind tiefgehend, die Regeln komplex, inbesondere was die Kämpfe und Schlachten angeht, die ich nur grob zusammengefasst habe. Das Spiel ist daher nichts für Gelegenheitsspieler, sondern erfordert mindestens drei Partien mit einer eingeschworenen, gleichbleibenden Gemeinschaft, damit sich alle Detailregeln auch verinnerlichen lassen. Am ehesten könnte man es wohl als stategischeres Risiko ansehen, bei dem nicht nur Einheitengröße, sondern auch diplomatisches und kommunikatives Geschick im Umkreis nötig sind, um bestehen zu können.
Allerdings hätte man das auch mit weniger verschiedenartigen Spielelementen hinbekommen. Die Komplexität von Warrior Knights ist erschreckend hoch. So hoch, dass sogar die Kurzspielregel ca. drei A4-Seiten lang ist(!). Die komplexen Abläufe zwingen daher gerade zu Anfangs zu einem ständigen Blick ins Regelwerk. Modulare Teilvarianten als Erweiterung anzubieten wäre eindeutig besser gewesen und hätte das Spiel auch anderen Spielergruppen als reinen Vielspielern schmackhaft machen können. Zumindest hat das weit bekanntere ‘Game of Thrones’ Brettspiel ordentliche Konkurrenz um die Gunst elitärer Vielspieler, die dieser Neuauflage von Warrior Knights definitiv einiges abgewinnen werden können.