Testurteil: "7.0/10"
Test: Einzeltest: Afterfall - InSanity
Zitat: Pro: + Stimmungsvolle Endzeitwelt
+ Geradlinige, kompromisslose Action
+ Interessante Geschichte
+ Nette Rätsel
Contra: - Auf Dauer relativ eintönig
- Keine nennenswerten neuen Ideen
- Recht wenige Horror-Elemente
- Kein Wiederspielwert vorhanden
- Technisch in mancher Hinsicht nur durchschnittlich
Afterfall - InSanity mag inhaltlich ein Mix allerlei bekannter Spiele der näheren Vergangenheit sein. Trotzdem unterhält das Spiel auf einem guten Niveau. Attraktiv präsentierte Action, nette Rätsel, explizite Gewaltdarstellungen für Erwachsene, ein robustes Spielkonzept - das stellt zufrieden. Innerhalb der rund siebenstündigen Solokampagne kommen Schiess- und Schlagfreunde auf ihre Kosten und sie erleben auch die eine oder andere Überraschung. Für eine Spitzennote reicht es aber nicht, hier fehlt es dem Titel an originären Ideen, Freiheiten und mehr Horrorvielfalt. Wer sich daran nicht stört, wird ordentlich versorgt und den Kauf sicher nicht bereuen. Ganz klar: Die Jungs von Intoxicate haben sich Respekt verdient. Ihre Vision eines Horrorspiels wurde von dem Unternehmen Nicolas Games finanziert, und nach fünf Jahren Entwicklungszeit ist nun Afterfall - InSanity erhältlich. Und das Horror-Abenteuer ist wahrlich kein Flop geworden, sondern ein überraschend stimmiges Action-Feuerwerk. Best-of? Intoxicate ist ein Zusammenschluss von Fallout 3- und S.T.A.L.K.E.R.- Fans, die ein eigenes Universum erschaffen wollten. Herausgekommen ist Afterfall - InSanity - nach einer ziemlich langen, holprigen Entwicklung. Als Basis verwendeten die Macher einen Horrorroman von Monolith. Ausserdem bedienten sie sich bei F.E.A.R. und Dead Space. Ein bunter Mix von Gruselelementen erwartet uns allerdings nicht bei der Geschichte, die eigenständig ist und in Form allerlei Dialoge und Zwischensequenzen erzählt wird. Nach einer atomaren Katastrophe hausen die Überbleibsel der Menschheit im Jahr 2035 unterhalb der Erde. In riesigen Bunkeranlagen machen die Überlebenden das Beste aus ihrer Situation. Einer von ihnen ist der Psychologe Adam, der unter seltsamen Schlafstörungen leidet. Er träumt von einer Verschwörung und einem Leben ohne Verseuchung auf der Erde. Ein wenig Wahrheit scheint in seinen Visionen zu stecken, wie er selbst herausfinden darf. Seine Vorgesetzten geben ihm den Befehl, tief in den Inneren dunkler Minen aufzuklären, wieso die dortigen Bewohner plötzlich durchdrehen. Und so macht sich Adam auf, verabschiedet sich vorerst von seiner hübschen Freundin Karolina und besucht schaurige Orte. Dass er dort Kurioses erlebt, versteht sich von selbst.