Testurteil: "5.0/10"
Test: Einzeltest: Family Party
Zitat: Pro: + Abwechslungsreiche Spiele
+ Prinzipiell einfache Steuerung
+ Vier Spieler spielen gleichzeitig
+ Die Hälfte der Spiele ist sofort spielbar
Contra: - Schnelle Bewegungen werden unsauber erkannt
- Saublöde KI
- Frustpotential
- Keine LangzeitMotivation
- Technisch mittelmässig
Meine Psychologin dürfte das jetzt sehr interessiert lesen: Wenn ein Spiel nicht das tut, was ich ihm über das Eingabegerät zu sagen versuche, dann drehe ich persönlich durch und kriege nach kurzer Zeit einen Schreikrampf. Dummerweise ist mir das bei Family Party einige Male passiert, und das, obwohl ich, auch wenn meine Figur anderes vermuten lässt, kein Bewegungslegastheniker bin. Für mich persönlich verliert Family Party also allein schon durch die ungenaue Steuerung. Dabei sind die Ideen, die man für die Minispiele hatte, prinzipiell recht ordentlich und abwechslungsreich. Warum aber alles krampfhaft im Splitscreen gezeigt werden muss, ist mir ein Rätsel. Somit bleibt Family Party eine mittelmässige Angelegenheit für alle Anhänger von geselligen Partyspielen, denen langsam die neuen Spiele ausgehen. Wer meint, zugreifen zu müssen, möge es tun. Ich habe in meinem Leben schon schlechtere Spiele gesehen - allerdings auch sehr viele bessere. Familienspiele sind in aller Munde. Zumindest auf Nintendos Wii scheinen die Spielesammlungen für gesellige Runden vor dem Fernseher kein Ende nehmen zu wollen. Zugegeben, hin und wieder gesellen sich ganz brauchbare Titel unter die Massenware der Minispiel-Spiele. Der Familien-Spieleabend von Electronic Arts oder Bandais an ein Fitnessstudio erinnernder Family Trainer waren ja nun keine völligen Totalausfälle. Jetzt kommt aus dem Hause Tamsoft ein wieder einmal augenscheinlich japanisiertes Spielchen, dass auf den Titel Family Party: 30 Great Games hört. Warum das Spiel prinzipiell hätte gut werden können, jedoch weit am Ziel vorbei gerauscht ist, klärt unser familientauglicher Test. Castle oder Kentern!