Testurteil: "77%"
Test: Einzeltest: Judgment
Zitat: Pro: neue sympathische Charaktere in emotionaler und spannender Geschichte...nach wie vor einmalig intime, detailliert ausgearbeitete Kulisse...Geldverdienen findet fast ausschließlich über Aufträge stattTakayuki schließt über erledigte Aufgaben Freundschaften, die ihm daraufhin ständig aktiv helfenPassanten kommentieren aktuelles Geschehen oder geben Hinweiserelativ viele Unterhaltungen mit mehreren Antwortmöglichkeiten, für die man nachdenken oder sich richtig erinnern musserweitertes Aktionsspektrum wie Verfolgungen, Fliegen einer Drohne und Schlösser knackenunterhaltsame neue sowie viele bekannte Minispieleunterschiedliche Tätigkeiten sind sinnvoll miteinander verknüpftumfangreiche Charakterentwicklung nicht nur über Erfahrungspunktepraktisch: sehr leichter Schwierigkeitsgrad für StoryGenießer
Contra: ... mit im hiesigen Kontext reaktionärem Geschlechterbild und einigen ermüdenden YakuzaKlischees... die technisch nicht ganz sauber ist: u.a. verschwinden Gegenstände oder Figuren plötzlich und einige Details tauchen sehr spät aufUmgebung wirkt durch relativ viele Ladeunterbrechungen, Sprechblasen statt gesprochener Texte, starre Kamerasteuerung u.m. altbackenhäufiger Verlust an Übersicht in Kämpfen, besonders bei StoryMissionenrelativ träge Bewegungen sorgen gegen schnelle Feinde für unzureichende Präzision im KampfBeweise und Informationen dienen dafür nur dem Nachlesen, man muss sie nie eingehend studierenDetektivarbeit beschränkt sich auf profane Suchaufgaben usw.
Judgment baut erfolgreich einen neuen Protagonisten auf, modernisiert behutsam das spielerische Umfeld - entfernt sich aber zu wenig von den Yakuza-Wurzeln. Es übernimmt sogar manche Schwächen und fügt eigene hinzu.