Testurteil: "8.5/10"
Test: Einzeltest: State of Mind
Zitat: Redaktionstipp
Pro: + Interessante Geschichte mit unerwarteten Wendungen
+ Intensive Atmosphäre
+ Glaubhafte Charaktere
+ Zahlreiche kleine Details
+ Abwechslungsreiche Aufgaben
Contra: - Häufige Orientierungslosigkeit aufgrund fehlender Zielmarkierung
- Kleinere Grafikpatzer stören Immersion
- Teils fehlende/unhörbare NSC-Vertonung
State of Mind hat mich im Test in vielerlei Hinsicht überzeugt. Ganz vorn steht dabei die innovative und spannend inszenierte Geschichte, bei der wir in wechselnde Rollen schlüpfen. Aber auch die Charaktere sind glaubhaft und bieten Identifikationspotenzial. Hinzu kommt die atmosphärische Darstellung der deutschen Hauptstadt in einer nahen Zukunft, die trotz der Low-Poly-Optik äußerst realistisch und greifbar ist. Auch die vielen kleinen Details, die die Umgebung glaubhaft und lebendig wirken lassen, wurden sehr gut umgesetzt. Als etwas störend habe ich eine fehlende klar ersichtliche Zielmarkierung empfunden, wodurch in verschiedenen Situationen für Orientierungslosigkeit gesorgt wurde. Hinzu kommen kleinere Grafikpatzer sowie die Tatsache, dass zu viele Nicht-Spieler-Charaktere schweigend ihre Lippen bewegen, wenn wir sie passieren, was nicht zu der ansonsten gelungenen und dichten Atmosphäre passt. Insgesamt präsentiert sich State of Mind aber als absolut sehenswertes, düsteres Adventure, mit dem Fans von Titeln wie Life is Strange Spaß haben sollten. Mit State of Mind wartet eine düstere Zukunftsvision der deutschen Spieleschmiede Daedalic auf uns. Ob uns der Low-Poly-Krimi überzeugen konnte, verrät euch dieser Test. Lückenhafte Erinnerungen Das Abenteuer beginnt in der deutschen Hauptstadt Berlin im Jahre 2048. Dort lernen wir die Hauptfigur Richard Nolan kennen, die sich allerdings zurzeit in einer weniger erfreulichen Lage befindet. So beobachten wir eine Sanitäterin und ihren Roboterkollegen dabei, wie sie Nolan, der gerade nicht bei Bewusstsein ist, in einem Rettungswagen versorgen. Anhand von hektischen Flashbacks erfahren wir, dass Richard in einen Autounfall verwickelt war, der maßgeblich schuld an seinem jetzigen Zustand ist. Nach einem Zeitsprung erwacht der Protagonist wenig später in der Zentralklinik der Stadt. Da Richards Erinnerungen sehr lückenhaft sind, setzt der behandelnde Arzt zunächst andere Prioritäten und ordnet einige kognitive Tests an, die uns außerdem in die grundlegende Steuerung des Titels einführen. Nach Abschluss der Untersuchungen begibt sich Nolan auf Anraten des Arztes nach Hause in seine Wohnung. Als er dort nach einem wenig erholsamen Schlaf erwacht, erblickt er zu seiner Verwunderung nicht das Gesicht seiner Frau Tracy, sondern sieht sich einem Bot namens Simon gegenüber. Von ihm erfahren wir, dass Tracy über das Wochenende zu ihren Eltern gefahren ist und den gemeinsamen Sohn mitgenommen hat.