Testurteil: "7.4 / 10"
Test: Einzeltest: Project Sylpheed
Zitat: Pro: + Sehr actionreiches Gameplay, fulminante Massenschlachten, abwechslungsreiche Missionsziele, effektvolle Grafik, gelungene Videosequenzen, nett erzählte Story, Raumschiff lässt sich individuell mit Waffen bestücken
Contra: Aufgrund der Farbüberdosis sehr unübersichtliche Kämpfe, HUD oft schwer zu erkennen, Gegner sind nur Kanonenfutter, keine spannenden Dogfights, leicht überladene Steuerung, lasche Musikuntermahlung, kein Multiplayer, einige sehr frustige Missionen
Obwohl Project Sylpheed bis jetzt das einzige Spiel seiner Art auf der Xbox 360 ist, es sei denn man zählt noch Star Trek: Legacy dazu, sollten Fans eines Wing Commander, Starlancer oder Freespace nicht sofort mit gezückter Brieftasche zum Händler rennen, denn dafür ist der Titel zu speziell. Wer sich jedoch an den kindlichen Charakteren mit ihren großen Augen, der bunten Optik und dem ballerlastigen Arcade-Gameplay nicht stört, sollte dennoch vorher die XBL Demo laden. Entweder man liebt Project Sylpheed oder man hasst es. Langsam etwas ausgelutscht, trifft der Spruch wie kaum bei einem anderen Spiel so präzise zu. Belohnt wird man am Ende mit abwechslungsreichen Missionen, tollen Videosequenzen im Stil von Final Fantasy und bildschirmfüllenden Explosionen. Die seichte Soundkulisse, einige ziemlich frustige Abschnitte und die leicht überladene Steuerung verwehren Project Sylpheed eine höhere Wertung. Wenn das Spiel keinen Gamezone-Award bekommt, kann es sich doch wenigstens über die Auszeichnung für die unübersichtlichste Weltraum-Farb-Orgie aller Zeiten freuen, oder auch nicht. Macht euch deswegen also keine Sorgen, denn der Nachbar hat euch aus Rache wegen der zerdepperten Gartenzwerge kein LSD ins Trinkwasser geschüttet.