Testurteil: "6.5 / 10"
Test: Einzeltest: Cate West: The Vanishing Files
Zitat: Pro: + ordentlicher Umfang; einfache Handhabung – einzig die Wii-Fassung verzeiht Fehltritte nicht so großmütig und es hagelt schneller Minus-Zeit; interessante Herausforderung vor allem für jüngere Spieler in Sachen Konzentration und Kombinationsfähigkeit; moderater Schwierigkeitsgrad
Contra: vor allem auf dem DS sehr verwaschenen Darstellung – Objekte zu finden fällt hier besonders schwer; tüdelige Musik, die mit der Zeit sehr nervt; Wii-Fassung nur mit englischer Sprachausgabe (allerdings sind sehr ambitionierte Sprecher zu hören + dt. Untertitel); DS ohne Mehrspieler-Option
Was auf dem PC bereits gut funktioniert, bewährt sich offenkundig auch auf Nintendos Konsolen. Wimmelbild- bzw. Suchspielchen in jeglicher Couleur – mal mehr, mal weniger aufwändig in Szene gesetzt. Die gute Cate muss sich nicht unbedingt verstecken, hat man doch versucht mit einem durchaus interessant geratenen Story-Rahmen sowie zahlreichen Figuren eine spannendende Inszenierung zu kredenzen. Dank der ergänzenden Tatsache, dass der Schwierigkeitsgrad stetig aber durchaus moderat ansteigt, haben Hobby-Detektive eine nette Aufgaben, wenngleich man doch irgendwie in Frage stellen muss, warum man eigentlich gern als verwerflich geltende Gegenstände zu Hauf in einem solchen – auch für Kinder freigegebenen Spiel – integrieren muss. Waffen jeglicher Art und das in verschiedenen Beschreibungen müssen in fast jedem Suchbild gefunden werden. Auch wenn es um Verbrechen an sich geht, müssen in einem ohne Altersbeschränkung freigegebenen Spiel nicht wirklich Schuss- und sonstige Waffen in der Menge vorhanden sein, wie es bei den „Vanishing Files“ der Fall ist. Vor allem dann nicht, wenn man sonst Spielzeuge, Tiere, Blumen, Obst, Gemüse, Hula-Mädchen, Instrumente und dergleichen mehr als zu findende Objekte vorgegeben bekommt. Es passt einfach nicht zusammen, da man auf der einen Seite negativ auf die Spieler zeigt, in solchen Spielen dann allerdings das Thema Waffen unkommentiert lässt. Das ist gleich und gleicher – und das sollte von keiner Seite toleriert werden. Lässt man dies einmal außer Acht, sind die „Vanishing Files“ durchaus eine interessante Herausforderung vor allem für jüngere Spieler – sofern sie schon lesen können (ansonsten sollten die Eltern helfen!) – da man sich konzentrieren und seine Fähigkeit zu kombinieren unter Beweis stellen muss.