Testurteil: "68 von 100 Punkten"
Test: Einzeltest: Emergency Room (PC)
Zitat: Das Krankenhaus-Szenario ist mal was anderes und hebt sich im Prinzip wohltuend vom Haus-und-Herd-Alltag anderer Lebenssimulationen ab. Trotz unterhaltsamer Zwischenfälle stellt sich aber zu schnell Routine ein. Die Patienten, von den (meist schrägen) Spezialcharakteren mal abgesehen, haben keine Persönlichkeit, keine Geschichte und damit auch keinen emotionalen Wert. Ob sie sterben oder nicht lässt mich deshalb ziemlich kalt. Außer vielleicht wegen den entgangenen Erfahrungspunkten – aber es gibt ja noch mehr als genug andere Kranke. Von den kleinen und großen Dramen in der Notaufnahme kriegt man im Spiel nur herzlich wenig mit. Man kann nicht aus dem Krankenhaus spazieren, die Umgebung nicht verändern, keine neuen Sachen kaufen, nur sehr wenige Objekte lassen sich benutzen, und die Interaktion mit Kollegen wirkt sich in meinen Augen viel zu wenig aufs Spielgeschehen aus. Dazu kommen kleine Schwächen bei der Steuerung (die Figur reagiert ab und zu nicht ordentlich aufs Klicken) und die absolut anspruchslosen, immer gleichen Behandlungsmethoden durch simple Mausklicks. Wenigstens ein paar nette Minispielchen oder ähnliches hätte man zur Auflockerung durchaus einbauen können.So bleibt ER eine Krankenhaus-Simulation mit netten Ansätzen, die vorübergehend durchaus unterhaltsam ist, aber durch endlos wiederholte Abläufe viel von ihrem Reiz einbüßt.