Testurteil: "8.0/10"
Test: Einzeltest: Sniper Elite 4
Zitat: Pro: + Anspruchsvolle Physik
+ Detailliert anpassbarer Schwierigkeitsgrad
+ Großer Spielumfang
+ Verbesserte KI
+ Komplette Kampagne kooperativ spielbar
+ Sauberer Mehrspielermodus
Contra: - Auf der Standard-PS4 nur gute Optik mit einigen Rucklern
- Hauptaufgaben der Missionen redundant
- Gefühlt zu wenige Karten im Multiplayer
Huch?! Sniper Elite 4 investiert viel, um sich vom auf Einzelspieler zugeschnittenen Scharfschützenschlachtfeld zum auch für Mehrspieler interessanten Paket aufzuwerten. Zugegeben: Mir haben die Partien mit menschlichen Opponenten Freude bereitet, ich bevorzuge im Netz aber nach wie vor Klassiker der Marke Perfect Dark. Umgekehrt schätze und liebe ich die Vorzüge der Sniper-Elite-Reihe. Ohne Zielhilfen und mit akkurater Physik wird jeder Schuss zum Nervenkitzel. Treffe ich, verfehle ich? Oder streife ich meinen Gegner nur, der dank eines gehörigen KI-Upgrades im Rudel nach mir sucht? Die Spannung ist greifbar und verzeiht das teils extrem generische Missionsdesign und die auf der Standard-PS4 nur noch gute Technik, die weit hinter dem Potenzial der neu gestrickten Engine zurückbleibt. Ein guter Kauf für Fans der Vorgängertitel. Es ist schon eine Weile her, dass Spieler auf Seiten der Alliierten gegen Nazi-Deutschland zu Felde zogen. Vor etwas mehr als zehn Jahren war nahezu jeder Shooter im Zweiten Weltkrieg angesiedelt. Egal, ob diese Call of Duty oder Medal of Honor hießen – der Zweite Weltkrieg war das bevorzugte Schlachtfeld. Der Spiele-Overkill zog eine gewisse WW-II-Kriegsmüdigkeit nach sich, abgesehen von sporadischen Ausflügen der Marke Enemy Front, die nicht überzeugten. Allein Sniper Elite hält die Flagge der WW-II-Shooter hoch und beweist seit drei Serienteilen, dass ein scheinbar komplett ausgenudeltes Szenario noch unterhalten kann. Teil 4, vor wenigen Wochen erschienen, soll an den erfolgreichen Vorgänger anknüpfen. Ob es gelingt? Klick. Klack. Boom! Karl Fairburne hat in seiner langen Karriere als Scharfschütze schon vieles gesehen. Das zerstörte Berlin, streng geheime Forschungseinrichtungen, und zuletzt hat er den (vermeintlichen) Adolf Hitler im afrikanischen Tobruk zur Strecke gebracht – natürlich nur in einer alternativen Version der Geschichte. In Sniper Elite verschlägt es Fairburne ins sonnige Italien, um dort für die Alliierten Gerüchten einer streng geheimen Wunderwaffe der Achsenmächte nachzugehen. Die Missionen der bis zu 14 Stunden langen Kampagne sind nach Schema F gestrickt. Meist müsst ihr von A nach B rennen, um dann dort einen Gegenstand C zu sichern oder Person D zu töten. Dass Sniper Elite 4 nicht ins Beliebige kippt, verdankt es den Sekundärzielen. Waffenlager hochjagen, Zeugs sammeln und Nazi-Einrichtungen sabotieren gehören zu den oftmals spannenderen Herausforderungen.