Test: Einzeltest: Hyperdimension Neptunia mk2
Zitat: Pro: + nimmt sich nicht ernst
+ nette Floskeln in Richtung Game-Industrie
+ Animesequenzen sehen hübsch aus
+ hat Flair und steckt voller Stereotypen aus Nippon
+ vielschichtiges Kampfsystem
+ Gastauftritt von Keiji Inafune-san !!!
+ unterschiedliche Endings
+ japanische Sprachausgabe auch auf der Disc
+ neues Synthesesowie Gildensystem
Contra: - ist leider Low
- Budget
- Qualität geblieben
- Städte nur per Menü betretbar
- Dungeons sehr überschaubar
- unglaublich viele Dialoge
Hyperdimension Neptunia mk2 ist ein sehr spezielles Spiel. Der Fakt, dass sich das Spiel selbst nicht ernst nimmt, verleiht dem ganzen Konzept einen aufgelockerten Flair. Das Spiel weist offensichtliche Schwächen auf, die man überhaupt nicht wegzudiskutieren braucht - doch während dem Spielen verschwendet man eigentlich keinen Gedanken daran, diese Schwächen zu kritisieren. Vielmehr möchte man einfach wissen, was für lustige Anspielungen und Wendungen die Story noch bereit hält. Falls ihr mal die Lust verspüren solltet eine etwas andere Spielerfahrung zu machen, dann seid ihr bei diesem Titel [irgendwie] richtig. Allerdings solltet ihr nicht mit allzu hohen Erwartungen an den Titel gehen, denn auf technischer Seite wird typisches NIS America-Niveau - kombiniert mit veraltetem Gameplay - geboten, welches man höchstens noch auf einem Handheld erwarten würde. Letztendlich sind die Floskeln und Anspielungen in Richtung Videospielindustrie allerdings gelungen und werden mit sehr hübschen Anime-Sequenzen gespickt. Voller japanischer Stereotypen steckend, überzeugt das Spiel mit einem belohnenden Spielprinzip dank Shops, Synthese, Grinding und Farming. Positiv ist auch die optional japanische Sprachausgabe auf der Disc, die das englische Gegenstück mit Leichtigkeit übertrifft. Schade ist, dass die Städte nicht selbst begehbar sind und der Spieler dort nur via Twitter-Veräppelung mit anderen NPCs Kontakt pflegen kann - aber hey, immerhin erwartet euch dort Inafune-san! Ihr solltet euch bei dem Spiel übrigens auch auf sehr viele Dialoge einstellen. Wer damit nichts anfangen kann und zu faul zum Lesen ist, der wird schnell die Lust an dem Spiel verlieren. Normalerweise würden wir dieses Spiel in der Region "ordentlich" ansiedeln, aber der Versuch aus dieser Kollaboration einiger japanischen Firmen sich selbst als Teil der Videospielindustrie auf den Arm zu nehmen, zeugt von Größe. Sie bietet dem langjährigen Begleiter - dem Spieler - eine unerwartete Erzählhaltung, die viel Raum für Interpretationen bietet aber zugleich - aufgrund offensichtlicher Schwächen - kaum von der Presse gewürdigt werden kann. Aber wir sind [irgendwie] anders! Die Wertungen von anderen Seiten oder Durchschnittsnoten auf einem metakritischen Portal (eine Anspielung, fast so unauffällig wie der Name der Spielwelt "Gamindustri") haben uns noch nie interessiert. Daher für Einzelspieler aus der Randgruppenkundschaft sehr gut . Für Einzelspieler, die nicht der Randgruppenkundschaft zuzuordnen sind, AHHHHHHHHHHHHH - KEIJI INAFUNE GREIFT AN!!!!!!!