4,0 von 5 Sternen
Solides Soulslike
Steelrising ist ein gerade noch so solides Soulslike. Wenn ich könnte würde ich 3,5 Sterne geben.
Das Setting trägt für die Spieldauer von ca. 20 Stunden (wenn man alles machen will) gerade noch so (so eine große Anzahl verschiedener Gebiete geht halt schlecht, wenn es in Paris spielt) und das Kampfsystem funktioniert im Großen und Ganzen, wobei es näher an Bloodborne als an Dark Souls ist was sowohl Geschwindigkeit als auch Stil angeht.
Negative Punkte sind für mich:
-eine eher geringe Anzahl an Gegnerntypen
-bei Bosskämpfen kam bei mir keine Spannung auf, wegen dem nächsten Punkt
-Bomben sind viel zu stark. Man kriegt sie im Laden für wenig Geld (sind aber schnell ausverkauft. Man muss in der Story weiterkommen um mehr kaufen zu können), aber man kann sie auch recht einfach farmen. Da ich die bei normalen Gegner nie benutzte hatte ich beim letzten Boss so 20 verbesserte Brandbomben und 20 verbesserte Lähmbomben. 4 Stück von den verbesserten Brandbomben schnell gespammt, zack Endboss brennt, 4 Lähmbomben und ich kann Zwei voll aufgeladene Attacken landen ohne dass er sich rührt. Schon sind 25% des Lebens weg und der Endboss brennt schön weiter. Jetzt kann man das mit den Lähmbomben so lange wiederholen bis sie alle sind (aber dann hat man ja noch die Eisbomben, die auch lähmen, und die Schockbomben, die verlangsamen. Wegen der großen Auswahl hilft es da auch nicht, dass die Bosse meist gegen ein Element gute Resistenzen haben) oder der Endboss tot. Der tote Endboss kommt recht schnell und bei mir keine Spannung.
Man hätte einfach die Menge und Arten von Bomben die man gleichzeitig tragen darf begrenzen müssen aber dafür hätte man ja ein Lagersystem bauen müssen.
Schade, dass das Balancing dadurch komplett dahin ist gerade auch weil das Spiel schon einen Modus besitzt wo man Schaden der Gegner und andere Dinge beliebig senken kann, also wer es sich leicht machen möchte dafür schon direkt eine Möglichkeit hat.
-Die Story nahm für mich auch nie Fahrt auf. Man rettet Leute, führt sie zusammen in ein Hubareal, das recht langweilig und ausser für Gespräche auch komplett nutzlos ist und kriegt dann gesagt wohin man als nächstes soll. Irgendwann kommt man dann ins letzte Level und besiegt den letzten Boss aber nach Finale fühlte sich das nicht an. Es plätschert alles so vor sich hin.
Ein gut umgesetzter Hub kann einem Spiel viel Charme geben, auch wenn es viele Schwächen an anderen Stellen hat. Dark Souls 2 ist da ein gutes Beispiel. Man hat es hier leider versäumt.
-Der Schwierigkeitsgrad ist auch ohne Bomben wenig gut umgesetzt. Nach dem Tutorial hielten Gegner recht viel aus, sie wurden gut/herausfordernd positioniert und ich musste mich erstmal reinfinden, aber während ich mit jedem Abschnitt stärker wurde wurden die Gegner das leider sehr viel langsamer und die Positionierung wurde eher fairer als unfairer. Die Herausforderung blieb einfach nicht bestehen. Positiv zu erwähnen ist hier aber, dass man Attribute nicht unendlich hochleveln kann. Ab 20 Stärke ist Schluss, und eine Stärkewaffe profitiert nur sehr wenig von Geschicklichkeit. Das Cap hätte aber gerne schneller kommen können.
-Es gibt leider keine Karte. Gerade bei Paris vor der Revolution wären schöne Karten ein Plus gewesen, auch um später noch mal schauen zu können wo man vielleicht eine Waffe oder Rüstung übersehen hat. Der Kompass, der markiert in welche Richtung ein Questziel liegt funktioniert zwar, hat aber nicht den Charme einer Karte. Mehr Charme hätte allgemein vieles aufpolieren können.
Ich hatte trotzdem durchaus Spaß mit dem Spiel, aber man darf von Spiders hier kein Meisterwerk erwarten.
2,0 von 5 Sternen
Soulslike Abklatsch
Hat mir nicht gefallen. Steuerung hakelig, Kampfsystem + Leveldesign + Gegner extrem eintönig. Grafik nicht zeit gemäß. Kommt mir so vor als wollen seit Elden Ring alle möglichen Entwickler auf den Soulslike Erfolgszug aufspringen. Klatschen ein Liebloses Spiel hin und verkaufen das fast zum Vollpreis. Andere halbgare Spiele kommen mir da in den Sinn z.b. Wo Long, Thymesia, Mortal Shell.
3,0 von 5 Sternen
Eintönig und zu leicht
Die Idee ist toll, es scheitert an der Umsetzung. Den vollpreis ist das Spiel so nicht wert. Die Gegner, story Umgebung sind eintönig und ab der Hälfte der Story sehnt man das Ende herbei. Sehr wiederholend, erst recht von den Charakteren.
Man hätte deutlich mehr aus dem Spiel machen können. Und für ein soulslike auch deutlich zu leicht.