Testurteil: "8.5/10"
Test: Einzeltest: Fire Emblem Fates
Zitat: Redaktionstipp
Pro: + Drei Story-Stränge
+ Düsteres Setting
+ Taktischer Tiefgang
+ Exzellente Benutzerführung
+ Audiovisuell für ein Handheld-Spiel hervorragend
+ Tolle Filmsequenzen
+ Knackige Online-Gefechte
Contra: - Story nimmt nur langsam Fahrt auf
- Einsteiger dürften überfordert sein
- KI mit heftigen Aussetzern
Fire Emblem: Hart, knackig, taktisch herausfordernd und ungemein faszinierend. Es gäbe viele Superlative, mit denen man um sich schmeißen könnte, um dieses RPG-Taktik-Epos zu umreißen. Gerecht würde man dem Meisterwerk trotzdem nicht, dazu bietet es viel zu viele Facetten und je nach Spielpaket andere Perspektiven auf die Geschichte um Corrin. "Vermächtnis" sei Einsteigern eher empfohlen als "Herrschaft". Das jeweilige Gegenstück solltet ihr trotzdem noch kaufen, um weitere Einblicke in die Schicksale der Pro- und Antagonisten zu erhalten – und mit "Offenbarung" letztlich alle Beweggründe zu erfahren. Ihr merkt also: Eine klare Kaufempfehlung! Nintendos Wii U reifte in den vergangenen Jahren zum Debakel. Maue Software-Auswahl, kaum Dritthersteller-Support. Und irgendwie wurde man das Gefühl nicht los, dass der Konsolenproduzent selbst das Projekt für gescheitert erklärte. Splatoon hin, Mario Kart 8 her. Warum wir damit einen Test beginnen? Weil Fire Emblem Fates aufgrund seiner schieren Gewaltigkeit eigentlich auf den großen Bildschirm gehört. Wieso es auf den 3DS-Screens trotzdem eine gute Figur macht, lest ihr in unserem Test. Drei Geschichten – ein Held Vorherrschaft. Vermächtnis. Offenbarung. Merkt euch diese drei Namen gut, denn Fire Emblem Fates geht für ein Nintendo-Spiel ungewohnte Wege. Ihr startet in jedem Fall als junger Draufgänger Corrin, der seit Jahren auf einer dunklen Feste eingesperrt ist und auf sein Leben als Krieger und Anführer der mächtigen Truppen des Königreiches Nohr vorbereitet wird. Der sensible und etwas unentschlossene Jungspund wird zu Beginn von Fire Emblem Fates mit der Brutalität des nohrischen Königs konfrontiert: Er soll Gefangene hinrichten, die auf einer Patrouille durch das nohrische Königreich waren, jedoch dem Feinde angehören.