Testurteil: "8.4 / 10"
Test: Einzeltest: Metroid: Other M
Zitat: Pro: + krachende Actionkost
+ gekonnter Mix aus mehreren, sehr dynamischen Perspektiven
+ mit der Zeit kommt der Titel gut in Fahrt
+ bisweilen geniale und taktische Bosskämpfey
+ optisches Glanzstück auf der Wii (wenn auch mit Déjà-vus)
+ grandiose Effekte und Grafik
+ ungewohnt umfangreiche Story
Contra: - Sprachausgabe nur in Englisch mit deutschen Untertiteln
- Zwang auf Waffenverzicht wirkt lächerlich
- nette, aber vorhersehbare Story
- Egoperspektive macht Samus bewegungsunfähig
- anfänglich ungewohnte Steuerung
- sehr lineare Spielweise
- etwas bescheidender Spielumfang
Als alter Hase und langjähriger Weltraumreisender der ersten Stunde tut man sich trotz der Rückkehr zu den Wurzen anfänglich wahrlich schwer. Das beinahe epische Ausmaß an Story kommt ungewohnt, aber sicherlich nicht schlecht an und der gewagte Mix aus 3rd-Person in die Egoperspektive mag seine Macken haben, der rasante Spielablauf und die knackigen Gefechte wissen aber zu gefallen. Sobald man eine Weile gemeinsam mit Samus die Weltraumstation unsicher macht, sich mit der Steuerung anfreundet, die lächerlichen Befehle des Kommandeur verdrängt und sich nicht mehr über Linearität aufregt, kommt wahrlich Spielspaß auf. Natürlich spielt die grandiose Optik dabei eine Rolle, aber auch das Feingefühl der Entwickler, die es mit nur wenigen Tasten und Bewegungsoptionen geschafft haben, das volle Repertoire an Ballereffekten zu ermöglichen. „Metroid: Other M“ mag nicht der beste Teil der Serie sein und aufgrund der hohen Erwartungen bisweilen enttäuschen – für sich allein gesehen liefern Nintendo und Team Ninja aber ein sehr gutes Spiel ab, welches uns zudem weitreichende Einblicke in das Leben der mysteriösen Kopfgeldjägerin serviert. Wenn ein hoffentlich geplanter zweiter Teil die Kritikpunkte beseitigt, steht uns ein absoluter „Must-Have“ Titel ins Haus!