Testurteil: "6.0/10"
Test: Einzeltest: Xenoblade Chronicles X
Zitat: Pro: + Tolle Grafik
+ Riesiger Umfang
+ Starker Beginn
+ Spiel kann aus der Egoperspektive gespielt werden
Contra: - Kampfsystem wirr
- Story zieht sich, viel Leerlauf
- Langweilige Nebenaufgaben
- Unfaires Balancing
Was habe ich mich auf Xenoblade Chronicles X gefreut! Der Wii-Vorgänger war geradezu eine Wucht, ein Epos sondergleichen, der mit fantastischem Setting, tollen Charakteren und anspruchsvollem Spielsystem zu überzeugen wusste. Im Nachfolger fehlt davon das Meiste. Mira lädt zwar zur Erkundung ein, doch die Aufgaben auf dem fremden Planeten sind so lieblos und wiederholen sich schnell, dass sich tatsächlich Langeweile einstellt. Neben dem fragwürdigen Balancing, dem über viele Stunden (!) wirren Kampfsystem und der mauen Story ist das diesmal ein RPG-Cocktail, der zwar beschäftigt, aber nicht begeistert. Deshalb: Nur für beinharte RPG-Fans. Ist Xenoblade Chronicles X schon die große Abschiedsveranstaltung auf Nintendos glückloser Wii U? Wenn ja, wäre es ein Abgang mit Knalleffekt. Wie schon der Vorgänger verzaubert auch dieses Rollenspiel von der ersten Minute an, hat aber wegen seiner schieren Größe und des gigantischen Spielumfangs Längen, die kaum zu kaschieren sind… Keine Hoffnung für die Menschheit In Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ wird unsere geliebte Erde gesprengt – weil sie einer galaktischen Schnellstraße weichen muss. Dumm gelaufen, aber wenigstens war diese Räumaktion schnell vorbei. In Xenoblade Chronicles X ergeht es der Erde nur minimal besser, hier gerät sie zwischen die Fronten eines intergalaktischen Krieges und wird aufgerieben. Die wenigen Überlebenden, die durch den orbitalen Belagerungsring brachen, retteten sich auf der Weltraumarche Weißer Wal in die Unendlichkeit des Alls. Dass zwei Jahre später eben dieses Raumschiff kollabiert und auf der feindlichen Welt Mira abstürzt, könnte das Ende sein. Für unseren Charakter, frisch erwacht aus der Stasis, ist es aber der Anfang einer epischen Reise.