Testurteil: "90%"
Test: Einzeltest: Olympus Pen E-PL2 mit 14-42 mm 1:3.5-5.6 [Foto: MediaNord]
Zitat: Pro: + Sehr kompakte, gut erweiterbare Systemkamera
+ Ergonomie und Gehäusequalität gegenüber Vorgängerin deutlich verbessert
+ Gute Bildqualität (bis ISO 800), sehr gute JPEG-Ausgabe
+ Integrierter (aber leistungsschwacher) Blitz
Contra: - Farbstich unter Kunstlicht (bei automatischem WB)
- Träger AF, geringe Serienbildrate
- Kein Orientierungssensor (Hochformatfotos liegen auf der Seite)
- Speicherfressendes Videoformat
Mit der E-PL2 hat Olympus viele Kritikpunkte ausgeräumt, die sich die Vorgängerin noch ankreiden lassen musste. Das Gehäuse wirkt deutlich stabiler, die Ergonomie hat durch das Multifunktions-Drehrad spürbar gewonnen und das Display ist jetzt größer. Stark sind auch die Verbesserungen des kompletten überarbeiteten Objektivs M.Zuiko Digital 14-42/3,5-5,6. Es fokussiert rund 30 Prozent schneller als die erste Version und ist dabei nochmals leichter und kompakter geworden. Dennoch wird die E-PL2 damit nicht zur Action- und Schnappschusskamera. Dazu ist die Einschaltverzögerung nach wie vor zu lang, die Serienbildgeschwindigkeit zu gering und der Autofokus immer noch etwas träge. Die Bildqualität, die die E-PL2 liefert, kann sich sehen lassen. Insbesondere das Rauschverhalten ist für eine Micro-Four-Thirds-Kamera sehr gut. Die Abbildungsleistung des Set-Objektivs reißt zwar nicht zu Begeisterungsstürmen hin, geht aber unterm Strich in Ordnung. Von der Bildabstimmung her richtet sich die E-PL2 in erster Linie an Fotografen, die ihre Aufnahmen nicht nachbearbeiten möchten; ihr großer Funktionsumfang und die vielen Konfigurationsmöglichkeiten stellen aber auch anspruchsvollere Fotografen zufrieden. Wer eine kleine, leistungsfähige Alternative zur hochwertigen Kompaktkamera sucht, wird an der E-PL2 viel Freude finden. Aber auch als Ergänzung zur großen DSLR-Ausrüstung macht sie eine gute Figur.