Der Sound ist etwas besser
Habe mir mit Ortofon Stylus 20 ein bedeutend ausgewogeneres Klangbild gegegenüber der Stylus 10 erwartet..Das Preis Leistungsverhältnis ist mit 152.- € ist nicht gerechtfertigt..
Gute Nadel! Deutlich mehr an Transparenz gewonnen im Vergleich zu OM 10. Bässe differenzierter und voluminöser. Klare Kaufenpfehlung!
Super-OM 10 = wild, Super-OM 20 = reif und vernünftig
Die 10 habe ich schon seit einigen Jahren (nebst Ersatznadeln) zur vollen Zufriedenheit im Einsatz.Gewissen Rezensionen zufolge soll die 20 sooo viel besser als die 10 sein, und da Budget übrig war, habe ich mir die 20 zum Ende des Elendjahres 20 gekauft. Diese Übereinstimmung mit der Zahl 20 ist jedoch rein zufällig!Was soll ich sagen? Beide Nadeln sind jeweils an einem Super-OM-System montiert. Dann habe ich einige der Platten aufgelegt, die ich gern höre und im Ohr habe. Die 20 spielt reif, klar und deutlich, erwachsen und vernünftig. Ihr fehlt dagegen das, was die 10 für mich seit Jahren ausmacht: Die 10 spielt sich wilder und jugendlicher durch die Popmusik der letzten Jahrzehnte als es die 20 vermag. Die ist so brav, die traut sich das nicht.Dennoch werde ich die 20 gern dann benutzen, wenn Stil gefragt ist: Bei Jazz, R‘n‘B, Chansons etc. Für Klassik-Platten nehme ich die 40, die mag hohe Frequenzen und wenig Baß, weswegen sie sich für Pop und ihre Abwandlungen eher nicht eignet. Das macht keiner besser als die 10! Nicht, daß man mit ihr keine Klassik hören könnte, jedoch gibt sie hohe Töne etwas verzerrt wieder, vor allem am Ende einer LP, was jedoch ein bekanntes, generelles Problem ist.Das kann die 20 dafür ziemlich gut, dafür braucht man nicht unbedingt die 40. Die 30 dagegen wohl auch nicht, die irgendwo zwischen der 20 und 40 angesiedelt ist, man sich aber im Grunde sparen kann. Je feiner der Schliff, desto spitzer der Klang, was nicht immer schön klingt, nicht jeder mag und auch nicht zu jeder Musikart paßt.Gut möglich, daß gerade ältere Personen gern zu diesen spitzen Nadeln greifen, da das Gehör mit den Jahren eben nachläßt und es auf diese Weise immer noch „luftig“ klingt. Die Standard-Ellipse 8/18 hat sich bewährt und die 20 überzeugt mit ihrem nackten Diamanten und der deswegen geringer zu bewegenden Masse deutlich.Dies scheint wohl auch der hörbare Unterschied zwischen der 10 und 20 zu sein; da die 10 nur über eine getippte Nadelspitze verfügt und somit mehr Masse zum Schwingen gebracht werden muß, verzerrt sie mehr. Das muß aber, je nach Musikrichtung, kein Nachteil sein. Denn gerade diese kleinen Verzerrungen machen doch das aus, weswegen Schallplatten ob ihres „warmen Klanges“ so geliebt werden.
Sehr guter feinzeichnender Sound, mit super Bässen und feinsten Nuancen im Höhenbereich. Dadurch auch für Klassik hervorragend geeignet.
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