Toller Begleiter bei allen Outdoor-Aktivitäten! :-)
Ich habe diese Kamera im vergangenen Sommer angeschafft, da ich etwas Kleines für die Tasche haben wollte und mir meine Sony A7II bei Wassersport-Aktivitäten zu gefährdet war... so entschied ich mich für die FT5, eine Outdoor-Kamera im mittleren Preissegment.
Man wird dieser Kamera nicht gerecht, wenn man sie mit "normalen" Kompaktkameras der gleichen Preiskategorie vergleicht. Denn der extrem hohe Schutz gegen äußere Einflüsse schränkt die Möglichkeiten in der Objektivkonstruktion etc. deutlich ein. Wer einfach nur eine Schönwetterkamera mit bester Bildqualität sucht, bekommt wo anders fürs gleiche Geld Besseres.
Auch wer beim Tauchen professionelle Fotos machen möchte, sollte sich ebenfalls eine andere Kamera kaufen und diese mit einem passenden Unterwassergehäuse versehen. I.d.R. kosten aber allein diese Gehäuse locker das Doppelte der FT5, also auch kein fairer Vergleich.
Ich musste daher sehr lachen, als ich hier gerade zwei andere Bewertungen zu dieser Kamera gelesen habe. Der eine Rezensent wertet z.B. diese Kamera ab, weil sie Bilder originär nicht im 16:9 Format aufnimmt, sondern im 4:3 Format (selbst professionellste Digitalkameras haben keinen 16:9 Sensor, diese findet man bestenfalls nur in Smartphone-Kameras), oder beschwert sich darüber, dass die GPS Funktion „nur“ die Koordinaten anzeigt und keine Landkarte (Das ist auch nicht der Sinn!!! Die Koordinaten werden in den Metadaten der JPG-Dateien gespeichert und können die Bilder dann z.B. nach Hochladen auf Flickr oder bei der Bearbeitung in einem Bildbearbeitungsprogramm auf einer Karte anzeigen).
Ein anderer „Fachmann“ bemängelt z.B. das Klappern in der Kamera (das ist die optische Bildstabilisierung und muss so sein) bzw. dass die Kamera „fast permanent mit Offenblende läuft“. Ja, das tut sie, aber das ist kein absolut „kein“ Nachteil, sondern eher ein Vorteil. Würde sie es nicht tun, müsste die Automatik entweder die Belichtungszeit verlängern (=zusätzliche Verwacklungsgefahr) oder aber den ISO-Wert erhöhen (=mehr Bildrauschen). Wenn man keine Ahnung hat…
Die zahlreichen anderen wortreich aufgezählten Mängel „total unscharf, kaum Details“, „Videobild und Ton asynchron“ kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Entweder war die Kamera komplett defekt, oder es handelt sich hierbei um reines Bashing.
Fazit: An der Kamera einschließlich Bildqualität gibt es nichts auszusetzen, man kann also getrost auf die guten Bewertungen einiger Fachzeitschriften vertrauen. Wer also eine gute Bildqualität zum wirklich *immer* dabei haben und einem angemessenen Preis sucht, ist hier absolut richtig.
tolle kompakte Outdoor Kamera
ich hab die Kamera seit Anfang letzten Jahres in Gebrauch, wenn ich auf Wanderungen oder MTB-Touren unterwegs bin. Die Bildqualität ist für diese Minisensor- Klasse auch im Vergleich zu neueren und teureren Modellen meiner Meinung nach überdurchschnittlich gut. Ich vermute, dass das Zoom mit 4-fach Bereich von der Physik her optisch besser ist als andere mit 10, 20-fach oder noch höheren Zoomwerten. Die Kamera bietet nur sehr wenig aufnahmetechnische Einstellungen an wie ISO, Blitz, Makro und Farbeffekte wie lebhaft etc., aber die Automatiken arbeiten sehr gut und man vermisst da auch keine Optionen. Bisher habe ich keine Fokus- oder Randunschärfen festgestellt und auch nur relativ geringe Überstrahlungen oder zu dunkle Bereiche bei sehr hellem Sommerwetter. Die befürchteten Spiegelungen durch die wenig geschützte Frontlinse sind bisher nicht aufgetreten und auch in dunkleren Aufnahmeumgebungen, wo die Kamera auf ISO 400 hochgehen muss, lässt die Qualität nur wenig nach. Wenn man an der Bildqualität oder der Aufnahmetechnik etwas auszusetzen hat, sollte man die Kamera erst mal mit anderen hochpreisigen Superzoom oder Bridgekameras vergleichen und nicht mit Kameras der höheren Klassen. Die Kamera ist eine der wenigen mir bekannten Modelle, bei der das Display auch bei heller Sonneneinstrahlung hell genug ist für eine gute Bildkontrolle. Das GPS ist zwar nur mittelmäßig im Empfang, aber dafür geht die Ortung weiter, auch wenn die Kamera ausgeschaltet wird. Die Akkulaufzeit ist auch mit GPS sehr o.k. Die Kamera ist kompakt, robust, wasserdicht und daher in der Handhabung unterwegs doch um einiges angenehmer als übliche Mini- Zoom-Kameras mit ausfahrenden Objektiven und zu kleinen Knöpfen. Auch hier sind die Knöpfe zwar klein, aber sie sind gut beschriftet und haben einen guten und festen Druckpunkt. Auch ist der Zoombereich sehr alltagstauglich vom Weitwinkel bis Tele. Ich habe mir die Kamera in erster Linie zugelegt wegen der Regen- und Wasserfestigkeit. Zu der Abdichtung im der Nutzung beim Tauchen oder Schnorcheln kann ich allerdings nichts weiter sagen. Meiner Meinung nach wird die Bildqualität unterschätzt, weil die Bauform als Unterwasserkamera mit kleiner Periskopoptik die Vermutung nahelegt, dass hier keine so gute Qualität möglich ist. Ich kann die Kamera auch für diejenigen empfehlen, die eine einfache und praxisgerechte Handhabung bei einer Kompaktkamera suchen.
Fehlkauf vor dem Schnorchel-Urlaub
Nur im Format 4:3 sind 16 MP möglich. Bei 16:9 nur 12 MP. Welcher PC oder TV hat noch 4:3. Veraltetes Format!
Unterwasserfotos weisen einen extremen Rotstich auf. 50% der Fotos sind nicht brauchbar. Autofokus gerade bei Unterwasseraufnahmen, für Fische, ist extrem langsam. Um scharfe U-Wasserfotos zu erhalten muß man 2 Fotos schießen, das erste ist unbrauchbar, erst beim zweiten Foto ist scharf fokussiert.
Eingebautes GPS ist ein Gimmick, zeigt nur Koordinaten an, die man evtl. auf einer Landkarte nachvollziehen kann. Ein Navi hat hier Vorteile.
Für Landschaftsfotos nur ausreichend geeignet. Meine billigst Kamera vom Discounter schießt schneller und schärfere Fotos. Weitere Einstellmöglichkeiten hat auch meine Billigkamera zu bieten.
Für mich ein Fehlkauf.
Schwächen in der Bildqualität
Die Panasonic FT5 ist eine "vollautomatik" Outdoorkamera mit (sehr) eingeschränkten "manuellen" Einstellmöglichkeiten. Die Optik beginnt erst bei mageren 28mm (für Unterwasseraufnahmen sollte die Brennweite kürzer sein) und reicht in Telestellung bis 128mm (KB). Die Lichtstärke ist nicht berauschend und verlangt nach hohen Isozahlen (verbunden mit Rauschen und Detailverlust) und Blitzeinsatz (jedoch sehr geringe Reichweite von ca. 1-1,5m bei ISO 100). Die Kamera läuft fast permanent mit Offenblende (Schnappblende). Das Gehäuse macht einen relativ robusten Eindruck, kommt aber nicht an die Wertigkeit einer Pentax/Ricoh heran. Das Batterie-/Kartenfach der FT5 kann versehentlich (keine gegenläufige Verschlüsse) geöffnet (teilgeöffnet) werden und macht für mich keinen vertrauenserweckenden Eindruck. Normaler Regen, Staub und höhere Luftfeuchte sollte Sie aber mühelos verkraften. Viele Käufer berichten von Wassereinbruch (Kamera ist i.d.R. dann kaputt) obwohl die Kamera kaum dem Wasser ausgesetzt war...
Die Bildqualität konnte mich nicht überzeugen, obwohl diese Kamera in der Presse gerade deswegen hoch gelobt wird. Meine Kamera (alle Testaufnahmen wurden im P-Modus mit maximaler Auflösung und ISO 100 durchgeführt) liefert in Weitwinkelstellung Bilder die teilweise an ein "Ölgemälde" erinnern und zum Rand sehr "verwaschen" wirken (vor allem bei Landschaftaufnahmen mit Wald oder Wiese kann die Kamera sehr schlecht feine Strukturen abbilden und rechnete alles zu einer gleichförmigen Fläche zusammen), Teleaufnahmen sind durchweg unbrauchbar (total unscharf, kaum Details). Da nützt auch die Montage auf einem Stativ nichts. Die Kamera verfügt über keine richtige "Unendlichstellung/Panfokusfunktion" um bei schlechten Wetter-/Lichtbedingungen "scharfe" Fotos zu produzieren. Ein manueller Fokus steht nicht zur Verfügung. Im Unterwassermodus kann jedoch bedingt "vorfokusiert" werden und der Entfernungsmesser "kurzzeitig" überbrückt werden und mit Tricks lässt sich in den Motivprogrammen
zumindest "Richtung" unendlich fokusieren. Bei Regen, Nebel, wenig Licht oder Unterwasser kann die FT5 daher kaum korrekt scharfstellen. Aber dafür wurde sie ja eigentlich gebaut. Ferner entstehen starke Spiegelungen (vor allem in Weitwinkelstellung) auf dem Frontschutzglas bzw. dem Sensor (evtl. auch Schmutz auf dem Sensor oder innerhalb der Periskopoptik) die viele Aufnahmen unbrauchbar machen (kreisrunder Fleck knapp außerhalb der Bildmitte, also genau da wo es am meisten stört). Der Videoton wird durch den "aktiven" Bildstabilisator von einem "Brummton/Sirren" untermalt, Videos werden zu dunkel aufgezeichnet und die Videotaste hat Fehlfunktionen (Aufnahmen lassen sich nicht starten/stoppen). Teilweise sind Videobild und Ton auch asynchron. Sowas kenne ich von Kameras die 10 Jahre alt sind. Bauartbedingt (Optik links oben und Mikrofone auf der linken Oberseite) hat man regelmäßig seinen eigenen linken Zeigefinger im Bild oder Videos ohne Ton! Schüttelt man die Kamera leicht im "ausgeschaltetem" Zustand, klappert es heftig im Inneren als ob Teile darin lose lägen. Keine Ahnung was da "klappert",scheint aber normal zu sein ;-).
Aufgrund der hier beschriebenen Probleme wurde die Kamera zur Überprüfung an den Panasonicservice gesendet. Nach 10 Tagen kam die Kamera mit folgender Bemerkung zurück, es liegt "keine" Fehlfunktion sondern eher ein Bedienungsfehler vor! Da tröstet es auch nichts, dass die Kamera über GPS, WLAN, NFC, Barometer und einen Kompass verfügt.
Nachtrag: Reduziert man die Auflösung von 16/14 MP auf 5/4,5 MP verbessert sich gefühlt die Bildqualität (was nicht sein kann) merklich und im Telebereich wirken die Aufnahmen um einiges schärfer, wobei die interne Software nach wie vor feine Strukturen wie Blätter oder eine Wiese zu einer "grünen Masse" zusammenrechnet!