Testurteil: "5 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Milestones
Zitat: Milestones ist ein schön illustriertes Spiel. Die Regeln sind zugänglich und das Spiel ist schnell in Fleisch und Blut übergegangen. Eigentlich schön, nur schleicht sich dank früh aufkommender Routine schnell ein Rundentrott ein. Man spielt überwiegend allein an seinem Tableau. Die Mitspieler haben nur eine Kontrollfunktion und schielen rüber, damit man nicht fuscht. Man selbst kann recht gut die folgenden Aktionen planen, ohne dass Mitspieler intervenieren könnten. Dabei ist der geschmiedete „Plan“ immer schlicht gestrickt, mehr lässt das Spiel nicht zu. Durch die Zwangsabgabe am Ende des Tableaus wird einem auch die Möglichkeit genommen auf größere, kommende Punktewerte zu zocken. Hat man viele Ressourcen muss man sie ausgeben, andernfalls landen sie ungenutzt im Vorrat. Zu allem Überfluss sind die Abdeckplättchen, die an der Burg benötigt werden um die Arbeiter abzudecken, viel zu wenige, so dass schon bei einem Zweispielerspiel Engpässe entstanden sind. Schön wäre es auch gewesen, wenn man für die ganzen Kleinteile mehr als eine große Tüte in den Karton gelegt hätte, aber das ist dann doch das kleinste Übel.
Nimmt man die drei großen Gruppen von Brettspielen, nämlich Kommunikations-, Taktik- und Glücksspiele, so ist Milestones wenn überhaupt ein taktisches. Dabei sind leider Anspruch und Möglichkeiten zu flach gehalten. Der Umstand, dass man das Gefühl hat auch gut allein spielen zu können, hat mir endgültig den Spaß genommen. Die Ansätze wirken gut, aber das gesamte Spiel nicht zu Ende gedacht: Schade!