Ganz nett aber ein bisschen fehlt...
Wir haben viele Dungeon & Dragon Brettspiele und wollten einmal was anderes Versuchen. Da sind wir auf dieses Spiel gefunden und probiert zusammen mit Im Schatten des Drachen.
Die Spiele sind zwar nett gemacht und bieten auch genügend Spass, man muss jedoch sehr wenig als Spieler zusammenarbeiten... es ist schon "fast" ein Gegeneinander. Deshalb 1 Punkt Abzug, alles in allem ist das Spiel aber gut und wird immer noch hin und wieder Gespielt bei uns.
Bei Rückkehr der Helden geht es darum, in einer Fantasy-Welt Erfahrung, Gold und Gegenstände zu bekommen und - natürlich - Gegner und Monster zu besiegen. Das Spielprinzip gefällt mir ganz gut, so z. B., dass man mit bis zu fünf Würfeln würfeln darf, sofern es die Erfahrung erlaubt. Doch genau da liegt schon das erste Problem: Man gewinnt mit großer Wahrscheinlichkeit alle Kämpfe, wenn man sehr viel Erfahrung hat. Das klingt zwar einigermaßen logisch, doch das Spiel an sich bietet dann keine Herausforderung mehr und der Kampf gegen den Endgegner ist reine Formsache. Auch die sog. Heldentaten bieten nicht viel Abwechslung. Zuerst muss meistens ein Gegner besiegt werden, der Rest ist nur noch Lauferei.
Die Ausstattung ist ganz passabel: Die Kärtchen sind aus fester Pappe, der Rest aus Holz oder Glas (Lebenspunkte).
Eine Katastrophe ist die Spielanleitung. Sie ist lückenhaft und erklärt einige Dinge, die an sich ganz einfach sind, auf sehr komplizierte Art und Weise, was nicht zuletzt daran liegt, dass die ganze Anleitung in Form eines Gespräches unter den Helden aufgebaut ist.
Ich vergebe vier Sterne für dieses Spiel, weil der Spielplan groß ist, es viel zu entdecken gibt und schönes Spielmaterial vorhanden ist. Doch für fünf Sterne reicht es nicht, was zum Teil an der Spielanleitung, zum anderen Teil an den zu leichten und zu wenigen Gegnern liegt.
Mein neues Lieblingsspiel
Ich habe das Spiel meiner Schwester zum Geburtstag geschenkt (Sie ist 22, ich 16), und ich finde es absolut genial!
Es werden verschiedene Länderkärtchen aufgelegt aufdenen man sich bewegen muss. Man sucht sich eine Spielfigur (Elfen, Zwerge, Krieger, Priester, Magier, alle männlich oder weiblich) aus, von der jede einzelne seine Stärken und Schwächen besitzt. Im Laufe des Spiels muss man eine große und mehrere kleinere Aufgaben bestehen. Fühlt man sich stark genug (Wenn man genug Punkte gesammelt hat), tritt man gegen den Endgegner an. Besiegt man diesen vor allen anderen, hat man gewonnen.
Das Spiel könnte man als viel interessantere Form von Europareise bezeichnen.
Ich kann nur sagen, für jeden Fantasyliebhaber ein muss.
Von einem der auszog um Heldentaten zu vollbringen...
Schwachen helfen, Unschuldige beschützen, Monster töten... Was man als Held eben so macht.
Nach dem altbekannten Dungeon-Crawler Prinzip wird aus 16 Quadraten eine variable Spielfläche gelegt. Auf diesem Spielfeld bewegen sich die Helden, bestehen Abenteuer und werde so genretypisch stärker, mächtiger und erledigen irgendwann den namenlosen Oberschurken. Dieses bekannte Spielprinzip garantiert längeres Spielvergnügen, auch etwas Rollenspielflair will aufkommen. Die Interaktion zwischen den Spielern ist frei wählbar. Man kann sich permanent gegenseitig beharken. Oder jeder kocht sein eigenes Süppchen. Oder irgendwas dazwischen. So weit die Grundidee.
Im Einzelnen:
Spielmaterial:
Das Spiel besteht aus den besagten, sehr schön illustrierten Quadraten, die variabel zu einer Spielfläche gelegt werden. das funktioniert recht gut, eine ständige Rutschpartie ist nicht zu befürchten. Die verschiedenen Eigenschaftsmarker sind als bunte Holzwürfel dargestellt, was nicht nur gut aussieht, sondern auch die Haltbarkeit erhöht. Die Charakterbögen sind beidseitig bedruckt, für männliche oder weibliche Helden. Die Aufteilung ist sehr gut gelungen.
Die Pappaufsteller hingegen sind...gewöhnungsbedürftig. Sie sehen nicht sehr schön aus und man muss, da zu wenige Halterungen vorhanden sind, häufiger umstecken, was die Haltbarkeit deutlich verringert.
Außerdem gibt es noch massenweise kleine Märkchen für Aufträge, diverse Heldentaten, Monster und Ausrüstungsgegenstände. Echtes Ärgernis: die Märkchen Sind sehr schlecht ausgestanzt, sodass Schäden beim aus dem Bogen holen fast vorprogrammiert sind.
Spielregeln:
Eigentlich eine lustige Idee, die Regeln von den Spielfiguren erklären zu lassen. Eigentlich. Denn im Grunde werden die Regeln dadurch unübersichtlich und extrem nervig. Zu Anfang sollte man sich also darauf einstellen, eine lustig erzählte Geschichte zu lesen. Erst nach dem erquicklichen Studium ist daran zu denken, auch nur ansatzweise den Spielplan aufzubauen und loszulegen. Oder die Regelmechanik zu verstehen.
Im Grunde schade, denn die Regeln sind recht eingängig und intuitiv vermittelbar. Wieder mal hätte man die Chance für den berühmten Bierdeckel gehabt, auf dem alles Platz gehabt hätte...verschenkt!
Umsetzung und Spielablauf:
Nach relativ simplen Regeln erobert man sich also einen Schatz, eine Erfahrung nach der anderen, wird mächtiger und hofft so, den Namenlosen als erster zu killen. Da man nach der ersten Kampfhandlung jederzeit fliehen kann ist an ein vorzeitiges Ableben höchstens durch den Mitspieler oder durch Schusseligkeit zu denken. Und im Grunde ist hier auch der größte Schwachpunkt des Spiels. Es ist zu leicht. Das altehrwürdige Talisman hatte grottige Regeln, war unlogisch und dauerte ewig. Aber es hatte Atmosphäre. Stundenlang war dieses gleich hab ich's, wenn jetzt bloß kein Drache (o.Ä.) auftaucht!" Gefühl vorhanden. Bei Rückkehr der Helden stiefelt man von einem Punkt zum nächsten, pickt sich die leckersten Aufträge raus und muss letztlich nur fürchten, dass ein Mitspieler schneller ist und eher den Namenlosen tötet. Denn ein hochgepushter Charakter vernascht jedes Monster auf dem Spielplan zum Frühstück. Den Namenlosen eingeschlossen. Das Risiko, auf ein unbekanntes Feld zu gehen, eine Karte ziehen zu müssen, vielleicht einem viel zu starken Monster zu begegnen fehlt. Wer mindestens zwei Lebenspunkte hat, ist sorgenfrei. Selbst wenn die gefundene Karte ein heftiges Monster darstellen sollte, nach dem ersten Schlag ist die Runde eh vorbei und man kann das Weite (in Gestalt eines heilenden Ortes) suchen.
Fazit:
Dungeon-Crawling Light. Die Rückkehr der Helden ist entweder jüngeren Spielern (mein zehnjähriges Sohn liebt es!) oder den PVP-Munchkins zu empfehlen. Ansonsten wird es bald langweilig.
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