Legespiel auf der Insel des Glases !
Bei Mille Fiori handelt es sich um eine Perle unter den neuen Spielen. Durch Zufall entdeckte ich dieses abstrakte Legespiel und war sofort begeistert vom Spielplan: dieser kommt recht bunt daher und stellt 5 Bereiche dar. Diese Bereiche sind Werkstätten, Häuser, Personen, Handel und Hafen. Es gibt auf dem Plan viele kleine Details zu entdecken.
Jeder Spieler (2 bis 4) wählt aus seinen Handkarten eine aus und gibt den Rest an den linken Nachbarn weiter. Dann wird die Karte aufgedeckt und zeigt einen der 5 Bereiche. In diesen Bereich wird ein Plättchen der Spielerfarbe gelegt und die damit erzielten Punkte sofort gewertet. Hierbei gibt es in jedem Bereich unterschiedliche Bedingungen, Punkte zu erzielen, manchmal auch für die Mitspieler. Bei einer richtigen Kombination kann ein Bonus in Form von Punkten oder einer Extrakarte erzielt werden.
Jede Entscheidung für eine Karte und gegen die anderen muß wohl überlegt sein und hat in der Folge der Züge Konsequenzen, daher ist das Spiel auch erst ab 10 Jahren geeignet.
Die Partien sind spannend und das taktische Vorgehen erfordert Konzentration. Dennoch macht es sehr viel Spaß und hat mehr Spieltiefe, als sich auf den ersten Blick erahnen läßt !
Das Thema der Glasherstellung hört sich vielleicht nicht sehr spannend an, aber das schön gestaltete Material überzeugt schon vor der ersten Partie. Ich empfehle dieses Spiel als gehobenes Familienspiel und als Einstieg in den Spieleabend für Vielspieler ! Tolles Spiel, 5 Sterne !!!
Super Spiel! Wir haben es zu viert gespielt und es war sehr gut balanciert. Wie es mit weniger Spielern ist kann ich noch nicht sagen. Für ein Spiel von Reiner Knizia ist es aber etwas anspruchsvoller, als das was er sonst so macht; das ist aber kein Kritikpunkt.
Das Material ist auch gut, die Gestaltung ist sehr ansprechend. Ich hab 21 Euro bezahlt, dafür ist es ein Schnäppchen, 30 Euro sind auch ok.
Der vielleicht berühmteste Spieleautor der Welt hat hier wieder zugeschlagen. Er greift einige der momentan beliebtesten Mechanismen auf (Drafting, Punktesalat, Area Control) und kombiniert diese in einfacher und präziser Weise. Die Regeln sind einfach, intuitiv und schnell erfasst, bieten dann aber eine überraschende spielerische Tiefe.
Das Spielmaterial ist sowohl optisch als auch haptisch großartig und allein deshalb macht es schon Spaß, das hier zu spielen. In jedem Zug legt man ein Plättchen auf das Spielfeld und versucht derart möglichst punkteträchtige Kombinationen zu erschaffen.
Die Schachtel besagt zwar, dass das Spiel für 2-4 Spieler ausgelegt ist, aber es funktioniert nur mit 3-4. Zu zweit spielt man nur nebeneinander und kommt sich nicht richtig in die Quere, was nur mit mehr Spielern der Fall ist und dann auch richtig spannend ist.
Je nach Entwicklung des Spielfeldes und Spielgruppe kann Mille Fiori bis zum Ende spannend bleiben oder sich in der Endphase mühsam hinziehen. Entsprechend hatten wir einige richtig tolle Partien, aber auch ein paar enttäuschende.
Fazit: Empfehlenswert.