Testurteil: "85%"
Test: Einzeltest: God of War - Ascension Kratos jagt Gehirn
Zitat: Pro: beeindruckende Grafik
+ grandiose Bosskämpfe
+ visuell hübsch gestaltete Zwischensequenzen
+ netter Mehrspieler-Modus
+ Bombast in seiner besten Form
+ meist cineastische Kamerafahrten
+ eingängiges Kampfsystem
+ die besten Rätsel der Reihe
+ grandioses Design der griechischen Mythologie
Contra: - missglückte Geschichte rund um Kratos Gefühle
- teils Soundprobleme
- mäßige deutsche Synchronisation
- teilweise bockige Kamera
- abgenutzte Spielwelt
- Mehrspieler-Modus bleibt oft chaotisch
Kratos geht die Puste aus. Gerade in Zeiten von DmC und Metal Gear Rising – Revengeance muss sich God of War beweisen – mit Erfolg, sicherlich. Aber die genannten Spiele bieten Innovationen und frische Ideen. Kratos jedoch trampelt auf der Stelle und mal wieder seine Gegner tot. Das Leveldesign protzt vor Details, die Grafik holt alles aus der PS3 heraus, dennoch hat man das alles schon gesehen: in God of War 3, nur in noch besser. Viel besser. Klar, God of War – Ascension gehört zum Besten des Genres, die Bosskämpfe, insbesondere der Schlusskampf, steckt vieles Vergleichbares locker in die Tasche. Aber wieso sollte ich Ascension spielen, wenn ich doch God of War 3 genießen kann? Anhänger der Reihe ergötzen sich mal wieder am Edel-Schnetzler, haben Spaß daran, ihre Gegner in Stücke zu reißen. Doch vom Hocker hat mich Kratos dieses Mal nicht gehauen, so ganz ohne die Kämpfe gegen oder mit Titanen und Göttern. Zumal der Versuch, Kratos emotionale Tiefe zu verleihen, gehörig misslingt. Kratos braucht keine Gefühle: gebt dem Kerl einfach ein paar dicke Bestien und dicke Waffen – und gut ist! Genau das macht Santa Monica meistens auch und liefert ein tolles Spiel ab. Ein Spiel, das sich mit God of War 3 messen lassen muss und versagt. Aber das ist ein Vergleich auf höchstem Niveau.