Testurteil: "8.5/10"
Test: Einzeltest: Shadow of the Colossus
Zitat: Redaktionstipp
Pro: + Wunderschöne Spielwelt
+ Außergewöhnliche Perspektive macht Größe der Kolosse spürbar
+ Kletterpassagen innerhalb der Kämpfe
+ Einsamkeit als Stilmittel
+ Drei Schwierigkeitsgrade
Contra: - Spielwelt weitestgehend unbewohnt
- Weite Wege
- Geringes Grundtempo
- Steuerung manchmal etwas hakelig
Wer Shadow of the Colossus noch nicht gespielt hat, sollte dies nun auf der PS4 unbedingt nachholen. Hier entfalten sich die einmalige Atmosphäre, die das Spiel mit sich bringt, sowie die wunderschöne Landschaft, durch die wir uns mit unserer Hauptfigur und ihrem Pferd bewegen, zu wahrer Größe und sorgen für ein Spielerlebnis, das sich kaum mit einem anderen vergleichen lässt. So sind es nicht nur die imposanten Kämpfe gegen die Riesen, die den Titel aus der Masse herausheben, sondern auch Stilmittel wie die allgegenwärtige Einsamkeit, die uns die Natur um uns herum auf ganz besondere Art wahrnehmen lässt. Wer allerdings Probleme hat mit einem stark entschleunigten Grundtempo sowie einer Welt, die weitestgehend ohne Interaktionsmöglichkeiten auskommt, der sollte sich den Kauf dieser gelungenen Neuauflage noch einmal überlegen. Wer den Sony-Exklusivtitel Shadow of the Colossus noch nicht gespielt hat, bekommt nun mit dem Remake für die PlayStation 4 die Chance dazu. Ob sich die Anschaffung lohnt, zeigen wir euch in unserem Test. Nichts ist umsonst In der Introsequenz von Shadow of the Colossus beobachten wir unseren zunächst namenlosen Hauptcharakter bei seiner Reise durch die imposante Spielwelt. Das Ziel ist eine Art Tempel am Ende der Welt, wo er mit mystischen Wesen namens Dormin in Kontakt tritt. Er wendet sich aus einem ganz bestimmten Grund an sie, denn angeblich sind sie in der Lage, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Unserem Hauptcharakter, den wir später als Wander kennenlernen, geht es aber nicht um sein eigenes Leben, sondern um das eines jungen Mädchens, das von einem Fluch befallen war und geopfert wurde. Er hat ihren leblosen Körper auf seinem Pferd durch das ganze Land befördert, in der Hoffnung, sie im Tempel wiedererwecken zu können. Da im Leben aber nichts umsonst ist, stellen die Dormin zunächst einmal eine Bedingung, bevor sie sich überhaupt mit dem Anliegen des jungen Mannes befassen. So stellen sie ihn vor die Aufgabe, die mächtigen Kolosse, die überall in der Welt leben, zu vernichten. Wander denkt nicht lange über eventuelle Folgen oder Gefahren nach und stürzt sich ohne Umwege in das Abenteuer, zusammen mit seinem treuen Pferd Agro.