Testurteil: "8.3 / 10"
Test: Einzeltest: Final Fantasy XIII-2
Zitat: Pro: + atemberaubende Kulisse und detaillierte Charaktere
+ ein abermals audiovisuelles Meisterwerk
+ flottes und effektreiches Kampfsystem
+ mit neuen zusätzlichen Monstern als Partnerund einem seichten, gemäßigtem Einsteig
+ offeriert ein modernes Gameplay
+ jede Welt kann frei erkundet werden
+ und bietet neben Items auch zusätzliche Quests abseits der Haupthandlung
+ offenes Konzept: man kann fast immer alte Welten besuchen
Contra: - wirre und überdrehte Story
- mit blassen, emotionslosen Charakteren
- ein einziges Zweiergespann als Hauptfiguren
- Rückbesinnung auf Zufallsgegner
- der Kampf fällt noch einfacher als im Vorgänger aus ...
- … was zu einem extrem passiven Erlebnis führt
- stark eingeschränkte Charakterentwicklung
Wer Final Fantasy XIII mochte, wird seinen Nachfolger XIII-2 geradezu lieben. Der einfache Einstieg in ein opulentes Grafikfeuerwerk mit typisch geschickter Erzählweise begeistert und lässt wahres Popcorn-Kino über den Bildschirm flimmern. Mag Serah mit ihrem Gejammer auf den Keks gehen und Noel noch so ein Grünschnabel sein, mit Begeisterung stürmen wir voran und genießen das Abenteuer. Final Fantasy XIII-2 ist ein tolles Spiel, macht unglaublich Spaß und bietet einen phantastischen Umfang, muss letztendlich aber auch einiges an negativer Kritik wegstecken. Die Charaktere sind blass, emotionslos und kitschig, der Anspruch des Kampfsystems ist noch niveauloser als in Final Fantasy XIII und die spielerische Freiheit eher ein Deckmantel, welcher gelüftet doch so seine Einschränkungen offenbart. Immerhin können die Areale von Anfang an freizügiger, mit beständig vorhandenen Nebenaufgaben erkundet werden und bieten nicht nur einen einzigen Bereich für Fans, die sich all zu gern gegen übermächtige Monster behaupten wollen. Aber überlegt es euch gut! Wer auch nur geringste Zweifel aufgrund seiner Erfahrungswerte aus dem Vorgänger hegt, wird mit diesem ebenfalls recht schmalspurigen RPG wohl kaum Freude haben! Aber natürlich gilt dasselbe für Final Fantasy XIII-2, was wir schon seinem Vorgänger attestieren konnten: Wer seinen Argwohn ablegt, sich auf ein seichtes aber modernes Spielsystem einlässt und eben auch mal auf das angestaubte klassische Prinzip verzichtet, bekommt modernste Rollenspiel-Kunst kredenzt, die wie Popcon-Kino schlicht unterhält!