Test: Einzeltest: Heroes of Ruin
Zitat: “Diablo für die Westentasche”, so nennen es die einen; “Einfallsloser Dungeon-Crawler” betiteln es die anderen. In Wahrheit stimmt beides, denn Heroes of Ruin ist an und für sich ein solider Vertreter des Hack’n Slay Genre, solang man andere Spieler lokal oder online zum Mitspielen bekommt. Allein kann man das Game zwar auch zocken, aber da ist der Story Modus dann doch wirklich sehr einfallslos und man hat in der gesamten DS-Bibliothek schon etliche Titel mehr, die interessanter sind. Mit ein paar Kumpels kann das Game allerdings wirklich glänzen, insbesondere wenn man sich lokal an einem Abend zusammenhockt und mit ein paar Bier und Chips Kobolden, Riesenkrabben und anderem Monstergesocks mächtig Feuer unterm Hintern macht. Natürlich erreicht es selbst dann nicht den Tiefgang eines Diablo und schon gar nicht den eines World Of Warcraft, aber darum geht’s bei Heroes of Ruin auch gar nicht. Dieses Game ist definitiv für einen regelmäßigen Gruppenabend geschaffen, an dem man, statt sich im Fernsehen ein Fußballspiel anzugucken, einfach gemeinsam ein paar Monster plättet und dafür nicht unbedingt seinen 2000 Euro Desktop-PC flottmachen will (sofern man überhaupt so ein Gerät hat). Alternativen sind überdies auf Nindendo-Konsolen rar gesät bzw. wüsste ich jetzt auch gar nicht, ob’s denn auf DS/3DS überhaupt eine gäbe.
Unterm Strich bleibt Heroes of Ruin daher eine vergnügliche Multiplayer-Hatz, die man am besten mit seinen Freunden gemeinsam zockt; allein ist der Titel nur bedingt zu empfehlen, da es zwar einige Elemente mit Wiederspielwert gibt (zB. das Sammeln und Verkaufen seltener Ausrüstungsgegenstände, das Durchspielen des Games mit einem anderen Charakter), diese aber keinesfalls die Gleichwertigkeit mit einem auf einen Spieler ausgelegten RPG-Titel haben.