Testurteil: "8.1 / 10"
Test: Einzeltest: Dawn of War: Soulstorm
Zitat: Pro: + Insgesamt 114 Karten, neue Völker passen super ins Setting, Multiplayer gelungen wie eh und je, nette Idee: Planetensystem einnehmen, tolle Vertonung
Contra: Grafik nicht auf Höhe der Zeit, KI Fehler der eigenen Einheiten, KI der Gegner teils zu hoch, Neueinsteiger sind online total überfordert, ewiges Rauszögern mancher Siegbedingungen
Es hat sich nicht viel verändert im Warhammer-Universum. Nach wie vor mag sich dort wohl niemand leiden, alle gehen sich gegenseitig an die Gurgel und generell: Wo man hinguckt Krieg und Zerstörung. Die zwei neuen Einheiten sind da nicht viel besser, so wollen die Adeptus Sororitas alle Ketzer in dem Planetensystem "erretten"... Das bedeutet selbstverständlich töten. Und wenn die lieben Damen, übrigens die einzige Fraktion, die nur Frauen führt, "alle Ketzer" meinen, dann meinen sie auch wirklich alle. Spielerisch hat sich also einiges getan, auch der Umfang lockt mit 114 Karten Spieler an. Inhaber der drei Vorgänger werden hiervon jedoch viele schon kennen, neu sind de facto "nur" 29. Technisch ist aber leider ein Stillstand zu verbuchen: Grafik bleibt regelrecht auf der Straße liegen, nur der Sound, der ist gelungen wie eh und je. Dass sich relic hier aber nicht entschieden hat, wenigstens ein wenig an der Optik-Schraube zu drehen wird wohl einige Neulinge abschrecken und eher zu anderen Titeln treiben: Schade. Positiv ist wie immer der Multiplayer-Teil, der schon gut bevölkert und bespielt ist. DoW-Veteranen werden hier ihren Spaß haben, für Neulinge ist die schnelle Runde erst mal nichts. Diese sollten sich erst in der nett gemeinten Kampagne "anlernen", mehr hat diese jedoch nicht zu bieten. Denn Abwechslung und das gewisse Etwas fehlen hier gänzlich, schnell hat man keine Lust mehr auf das öde Planeten-Einsammeln. Im Endeffekt ein wahrer Online-Titel und Muss für alle Games Workshop Fans.