Testurteil: "4.5/10"
Test: Einzeltest: Der gestiefelte Kater - Das Videospiel
Zitat: Pro: + Professionelle Sprecher
+ Gut funktionierende Bewegungssteuerung
+ Stimmungsvolle Schauplätze
Contra: - Unglaublich kurze Spielzeit
- Eintönig
- Oberflächliches, nicht taktisches Kampfsystem
Der Gestiefelte Kater - Das Videospiel ist ganz sicher kein grosser Wurf. Die Spielzeit ist unterirdisch, die ergänzenden Minispiele und das Stöbern nach versteckten Belohnungen nicht anregend. Schlimmer noch: Spielerisch wird hier kaum mehr als ein interaktiver Trickfilm mit lästigen Schwertkämpfen präsentiert. Klar, durch die Bewegungssteuerung - egal, ob mit Move, Wiimote oder ohne Eingabegerät (Xbox 360 Kinect) - kommt etwas Spass auf, aber lange kann dieser wahrlich nicht anhalten. Schnell strengt auch Kids das Gebotene an - die Handlung selbst ist eh nicht spannend. Übrig bleibt ein masslos überteuertes Spiel zu einem Animationsfilm, das keine ernsthafte Daseinsberechtigung hat. Riesige Pussy-Fans sollten ihr Geld lieber in einen zweiten Kinobesuch stecken und auf die DVD oder Blu-ray warten. Das Spiel könnt ihr euch getrost sparen, vor allem die lächerliche NDS-Version. Höchstens Kids kommen vielleicht an einem Nachmittag auf ihre Kosten. Aber zu diesem Preis? Eine Mieze mit Stiefeln, Degen und einer Stimme? Ach, genau: Der berühmte und märchenhafte Gestiefelte Kater. Die Figur aus den Erzählungen der Gebrüder Grimm dürfte fast jedem bekannt sein. Und er ist es auch, der als Sidekick in den Shrek-Kinofilmen für den einen oder anderen Schmunzler sorgte. Das genügte Dreamworks offenbar, um ihm einen eigenen Film zu spendieren. Passend zu diesem hat THQ ein bewegungsfreundliches Abenteuer für Wii, PlayStation 3, Xbox 360 und NDS parat. Dieses wiederum riecht schon ein wenig nach Abzocke. Oder wie es Helge Schneider vielleicht sagen würde: Katzeklo. Für die Katz Der Gestiefelte Kater ist zeitlich vor dem ersten Shrek-Teil angesiedelt. Bevor er auf den Oger traf, erlebte er allerlei Gefahren mit seinem Kumpel Humpty Dumpty. Dieser erhielt neben Kitty Softpaws eine Hauptrolle in dem Kinofilm. Das Spiel wiederum setzt nach der Suche nach der goldenen Gans an. Die Aufgabe des Spielers ist es, als Gestiefelter Kater wieder für Recht und Ordnung in San Ricardo zu sorgen und nebenbei goldene Eier sowie magische Bohnen zu finden. Auch Humpty und Kitty treten gelegentlich auf, sind aber in der eigenständigen Geschichte des Gestiefelten Katers nicht besonders häufig präsent. Das dürfte kleine Fans des Trickfilms vielleicht etwas enttäuschen. Auch ist es bedauerlich, dass die Macher vollständig auf Szenen aus dem Film verzichteten. Stattdessen wird der Verlauf vorwiegend mit Comicsequenzen vermittelt. Die sehen zwar schick aus, erzeugen aber nicht ganz so viel Atmosphäre, wie man es sich wünschen würde. Schön wiederum ist die Tatsache, dass professionelle deutsche Sprecher ausgewählt wurden - offensichtlich auch Benno Fürmann, der den Gestiefelten Kater spricht.