Test: Einzeltest: Woks mit Wumms
Zitat: Spielt im Frequenzkeller druckvoll, sauber und erdig. Im Vergleich zum preisklassenbezogenen Wettbewerb gehört sie in Sachen Tieftonperformance sicher zur kräftigeren Sorte. Da der Bass aber ausnehmend strukturiert dargeboten wird, empfindet man diese Kraft nicht als zu viel. Sogar mitunter kaum wahrnehmbare Subfrequenzen – die man eher fühlt als hört – gibt sie wieder. Die Basskontrolle und Präzision nimmt mit der Qualität des angeschlossenen Verstärkers noch zu. Zeigt im Mittel- und Hochtonbereich die konstruktive Finesse des patentierten SCA-Koaxialchassis. Die Abbildung von Gesang- und Sprecherstimmen ist gerade in Sachen Natürlichkeit, Durchhörbarkeit und Plastizität preisklassenbezogen frappierend gut. Darüber hinaus profitiert – was zu erwarten war – das Zeitverhalten vom Konzept des Hightech-Chassis. Verschleppungen im Timing oder ein Versatz im Übergang zu den oberen Lagen sind akustisch nicht feststellbar. Präsentiert einen Hochtonbereich, der alle relevanten Informationen – auch über die räumliche Beschaffenheit der Aufnahmesituation – bis ins Detail darstellen kann, ohne sie gläsern oder spitz überzubetonen. Allerdings benötigt Teufels Koaxialchassis eine gewisse Einspielphase, bis es diese souveräne Performance zeigen kann. Stellt Räume in Tiefe und Breite großzügig und luftig dar, was dem Klangbild zu einer gewissen Beschwingtheit und Leichtigkeit verhilft. Die Ortbarkeit von Einzelereignissen auf der virtuellen Bühne ist sehr gut, Relationen – etwa zwischen den Musikern – jederzeit nachvollziehbar. Das Geschehen spielt sich stets etwas weiter vor der Anlage ab, es geht mit den Definion 3 also involvierend nach vorne. Spielt über das gesamte Frequenzspektrum sehr homogen und flüssig, trotz des sehr kraftvollen Bassbereiches wirkt die Wiedergabe insgesamt ausgewogen. Vermag auch komplexe Melodiestrukturen gut aufzulösen und bietet einen guten Einblick in die Aufnahme. Ihr Auflösungsvermögen und ihre Akkuratesse bringt sie an die Spitze ihrer Preisklasse. Ist auch dank des Downfire-Bassreflexprinzips recht aufstellungsunkritisch und spielt bereits in vergleichsweise kleinen Räumen, ohne diese mit ihrem dynamischen Charakter zu erdrücken. Bereitet mit ihrem dynamischen Talent, ihrem Temperament und ihrem sehr guten Zeitverhalten vor allem bei rhythmusbetonter Musik viel Freude.