Testurteil: "46%"
Test: Einzeltest: Ich kam, ich sah, ich besiegte die Krebse
Zitat: Pro: + relativ gute Animationen
+ gelungenes Design der Trolle
+ rauchige und erwachsene Welt
+ gute Soundkulisse in den Kämpfen
Kontra: - schlechte Regie
- schwache Technik
- keine Höhepunkte
- schwacher Einstieg
- nervige Quick-Time-Events
- abgehackt wirkende Kämpfe
- KI-Probleme der Gegner und Verbündeten
- Standardschergen sehen immer gleich aus
- Waffen brechen alle naselang auseinander
- Story höchstens für Kinogänger verständlich
Der Fairness halber muss man schon sagen: Beowulf hat es ja auch doppelt schwer. Nicht nur, dass es den Fluch der alten Lizenzproblematik in seinen Bits und Bytes trägt. Auch das Genre, das die Entwickler auserkoren haben, wurde mit Bomben wie God of War schon genug befeuert. Dass der dänische Grobian zwischen Kratos, Nariko und sogar Conan keinen leichten Stand haben würde, war schon im Vorfeld klar. Dummerweise hat er nicht nur wesentlich weniger Biss als die rabiaten Genrekollegen, die teils hervorragend, teils sehr gut bzw. recht ordentlich auf PS3 und Xbox 360 wüten. Er versagt sogar auf ganzer Linie: Das Kampfsystem ist so langsam wie unspektakulär, das Missionsdesign vorhersehbarer als das allabendliche TV-Programm bei RTL2, die KI von Freund und Feind eine Katastrophe und das Auftreten der meisten Gegner bestenfalls Mitleid erregend. Die Entwickler krönen das Ganze mit ausgenudelten Quick-Time-Events und einer Story, die ihr nur dann verstehen werdet, wenn ihr die Kinokasse bereits hinter euch habt. Wollt ihr das? Natürlich nicht. Die üblichen Empfehlungen sparen wir uns an dieser Stelle, ihr kennt sie ohnehin bereits alle. Andernfalls folgt ihr unauffällig den oberen Links.