Test: Einzeltest: Might and Magic Heroes VII
Zitat: Sicherlich die größte Neuerung und für mich klare Stärke von Might and Magic Heroes 7 ist die Gestaltung der Kampagne. Erstens gelingt die Einbindung in die Geschichte ausgesprochen gut. Das liegt vor allem am Miteinander der Beraterrunde, denke ich. Die Charaktere tauschen sich vor, in und am Ende der Erzählungen über das gerade Erzählte/Gespielte miteinander aus, das lässt einen ein echtes gelebtes Gefühl von den Geschehnissen entwickeln.
Zweitens ist das Spielgefühl in den einzelnen Missionen deutlich angehoben worden. Es gibt fast auf jeder Karte zahlreiche Quests, einige davon optional, die genau das richtige Maß an Storyführung erzeugen. Man hat weder den Eindruck an einer Leine durch einen schlauchartigen Handlungsstrang gezogen zu werden, noch verliert man irgendwann wirklich den Faden und weiß nicht, auf was man sich als nächstes stürzen soll. Im Rahmen eines solchen Rundenstrategietitels für mich die bis dato beste Umsetzung, die ich spielen durfte. Mit knapp 90 Stunden Solospielzeit ist es dabei auch mehr als umfangreich.
Das deutsche Entwicklerteam von Limbic Entertainment hatte mit Might and Magic X , der Neuauflage des Klassikers, schon unter Beweis gestellt, dass es sich darauf versteht die Stärken einer Serie zu erkennen und herauszustellen. Grundsätzlich ist das auch mit Might and Magic Heroes 7 ausgesprochen gut gelungen. Burgen, Helden, Einheiten, Optik, Sound, Kartenabwechslung, Kampagne und die dringend benötigte Überarbeitung des Kampfsystems mit Deckungs- und Flankierungsmöglichkeiten - alles auf sehr hohem Niveau. Aber die Abstimmung in der Balance, die katastrophale KI und die Vielzahl an kleinen und großen Bugs sind die eklatanten Probleme dieses Titels. Hoffentlich wird hier schleunigst nachgebessert und spätestens mit einem Addon die KI überarbeitet, sonst seh´ ich eher schwarz und warte dann gespannt, ob es beim Achter perfekt gelingt!
Anmerkung:
Uplay-Pflicht, aber kein Onlinezwang
Tutorial mit Patch 1.4 nachgereicht!