Testurteil: "5.5/10"
Test: Einzeltest: WW II Tank Commander
Zitat: Pro: + Schnörkellose Action
+ Einsteigerfreundlich
+ Aggressionsabbau garantiert
Contra: - Eintöniges Gameplay
- Keine besonderen Effekte
- Kaum authentisches Panzerfahrgefühl
- Simple Physik
Erwartet von Tank Commander nicht zu viel. Die Missionen bieten kaum Abwechslung. Meistens sind feindliche Panzerverbände oder Stellungen deutscher Soldaten zu zerstören. Dazu reicht es, stets mit dem Fadenkreuz genau anzuvisieren, die Gegner möglichst auf ausreichend Distanz zu halten und aus allen Rohren zu feuern. Bis euer Trupp die Reise fortsetzt. So geht das dann von einer Mission zur anderen, mal über Felder, Wiesen und Brücken, das nächste Mal an einem Wald und an Bahnschienen vorbei, und hin und wieder auch mal durch Dorfgebiet. Die Fahrphysik des Panzers geht fast schon als Witz durch, wenn der nicht einmal durch eine Hecke rauschen kann. Und dennoch hat das stupide Ballern auf weit entfernte Stellungen sogar für kurzzeitigen Spielspass gesorgt. Ehrlich: Das vorsichtige Voranfahren innerhalb besetzter Dörfer kann schon mal schweisstreibend sein, denn wer am Ende einer langen Aufgabe doch noch sein Leben lässt, darf die Mission wieder von ganz vorne starten. Unter den Billigspielen immerhin noch ein akzeptabler Fang, und doch noch zu teuer. Früher musste man noch selbst die Kunststoff-Panzer von Revell mühsam zusammenbauen, um sie dann zu Silvester endlich mit einem Knaller sprengen zu können. Spart euch die Bastelarbeiten: Als Tank Commander zerstört ihr ganze Wehrmachtsdivisionen am Bildschirm. Günstige Spiele zu bewerten kann für uns Tester eine heikle Angelegenheit sein. Einerseits dürften die Ansprüche an ein Billigprodukt nicht allzu hoch sein, andererseits müssen dann doch die Massstäbe der Konkurrenz für einen Vergleich herhalten. Ein Phenomedia-Spiel könnte in Sachen Spielspass sogar ein Fable toppen - theoretisch. Aber da Spielspass ein sehr subjektives Empfinden ist, ergibt sich die abschliessende Wertung zumeist aus einer Kombination aller Kriterien, wie etwa auch der Technik. Als ich ´WWII - Tank Commander´ auf den Tisch bekam, erschreckte mich zunächst das Rondomedia-Logo. Wenn dann die typisch übertriebenen Eigenlobhudeleien auf der Verpackung in Kombination mit dem Verkaufspreis ins Blickfeld geraten, kann einem schon mal schlecht werden. In diesem Spiel geht´s in den Zweiten Weltkrieg. Als ob wir den nicht schon oft genug durchgespielt hätten, kommt jetzt mehr Panzeraction oben drauf. Das ist keine Simulation, das ist reines Geballer aus allen Rohren. Bloss nicht die Zeit mit Nachdenken über Sim oder Un-Sim verschwenden.