Hardware für die Ewigkeit – doch was mit der Softwareanbindung?
Das Gerät ist sehr solide gebaut und hält sicherlich viel, viel länger durch, als es durch Treiberaktualisierung unterstützt wird. Das ist auch der Hauptgrund, warum es zurückgeht. Das Interface ist auf der Herstellerseite bereits jetzt (Februar 2020) als "discontinued" gelistet. So ist es erfahrungsgemäß nur noch eine Frage der Zeit, wann der Treiber nicht mehr aktualisiert wird… dann ist aber das tolle Gerät spätestens mit dem Update auf die nächste oder übernächste OS-Version bestenfalls als Türstopper zu verwenden.Sehr schade, denn ansonsten gibt es von mir nur Lob: kein Schnickschnack an dem Gerät, alles selbsterklärend, an der Audio-Qualität (wie von diesem Hersteller nun mal gewohnt) absolut nichts auszusetzen, MIDI läuft auf Anhieb ebenfalls einwandfrei, die Thunderbolt-Verbindung viel stabiler und zuverlässiger als die olle USB-Zicke. Doch der Treiberzwang und somit die Perspektive, das Interface in wenigen Jahren mangels Softwareunterstützung entsorgen zu müssen, sprechen eindeutig gegen den Kauf und für ein den Standards folgendes USB-Interface.
!!! Fehler im Betrieb !!!
Das ZOOM TAC-2R Thunderbolt Audio-Interface ist günstig, leicht zu bedienen und zu installieren, schaut gut aus, hat tolle Features, wie 48 V Phantomspeisung (Ein / Aus), kombinierte XLR / Klinke Buchsen usw., ist sehr gut verarbeitet und klingt letztendlich auch sehr gut.Schwerwiegender Nachteil, es erzeugt ganz plötzlich und aus unerklärlichen Ursachen Aussetzer, indem das Signal zu "ruckeln" beginnt und danach ganz woanders weiter spielt als es soll. Das Phänomen tritt nach einiger Zeit fehlerlosen Betriebs bei allen Musik-Apps wie Logic, GarageBand, Transcribe, iTunes usw. aber auch bei YouTube oder Netflix auf.Durch diesen Fehler im Signalfluss werden also offensichtlich kleine Audioschnipseln geschluckt und somit der gesamte Audio-Output unbrauchbar gemacht. Nach längerem Betrieb treten diese „Audio-Fehler“ in immer kürzeren Abständen auf und können auch durch Aus- und Einschalter des Interfaces nicht beseitigt werden. Abhilfe schafft nur ein Neustart des ganzen Rechners.Ebenfalls sehr störend ist die kurze, aber spür- und hörbare Latenz beim Starten von besagter Musikabspielsoftware. Schaltet man in den Einstellungen den Audio-Ausgang von „ZOOM“ auf „Intern" um, ist die Verzögerung weg und alles wie es soll.Ursprünglich dachte ich, dass dieses Problem nur mein System (iMac 24", i5 3 GHz, 1 TB SSD) betrifft, aber eine etwas gründlichere Recherche auf diversen Foren im Internet brachte zu Tage, dass es sich hier offensichtlich um einen Serienfehler handelt. KEIN Anbieter und auch kein Tester beschreiben dieses Phänomen. Ist wahrscheinlich gar nicht möglich, da der Fehler nur nach längerem Dauerbetrieb auftritt.Alles in Allem ein absolutes „No Go“ für alle, die ihren Rechner nicht nur zum Surfen und eMail schreiben verwenden. Für mich jedenfalls ist das ZOOM TAC-2R Thunderbolt Audio-Interface als solches leider unbrauchbar!LG HPUPs.: als Übergangslösung vor dem ZOOM TAC-2R habe ich ein Behringer Mischpult mit USB Anschluß als Audio-Interface verwendet. Das hatte natürlich nicht die Performance vom ZOOM, klang aber hörbar nicht viel schlechter und verursachte NULL Probleme.
3ms RTL für 300€ - klare Empfehlung!!
Ich kann das TAC-2R uneingeschränkt empfehlen: Gerade für die Kapazitäten des Thunderbolt-Anschlusses sind die Anschlussmöglichkeiten natürlich sehr minimal gehalten, aber gerade das weiß ich irgendwie zu schätzen. Es ist ein bisschen wie mit Strymon, die leistungsstarke Computerchips überwiegend auf je einen, sehr speziellen Effekt programmieren.Aufgrund dieser "Spezialisierung" kriegt man hier ein Interface am unteren Rand des Thunderbolt-Preissegments; allerdings funktioniert das Teil dafür auch, wie es es soll! Ich komme in Verbindung mit meinem MacBook Pro auf Latenzen von knapp 3ms (48 KHz / 64 Samples) - das ist auf jeden Fall Spitzenklasse und ermöglicht mir, Software-Effekte ohne spürbare Verzögerung zu benutzen. Das ist etwas, was ich zum letzten Mal mit einer internen Soundkarte in einem Tower-PC geschafft habe.Die MixEfx-Software ist übersichtlich und bietet die Möglichkeit, 3 Presets zu speichern; die Bedienelemente am Interface gefallen mir ebenfalls ganz gut. Einzig einen Mix-Regler für die Balance von Monitor und Playback hätte ich mir vllt. noch gewünscht, aber das lässt sich genau so gut über die Software lösen und ist auch nicht unbedingt Standard.Was die Verarbeitung angeht macht diese einen super Eindruck - natürlich kann den aber nur die Zeit bestätigen. Dieses Gerät gehört übrigens zur Produktpalette Zoom North America - das ist Wissenswert, denn Zoom Japan hat meine vor Ewigkeiten gestellte Frage zu einem anderen Interface bis heute nicht beantwortet. Das amerikanische Team meldet sich allerdings bis jetzt immer am selben Werktag zurück!Eine Frage (interessant für Besitzer der neuesten MacBook-Pro-Generation) blieb jedoch offen: In einem Bericht auf der amerikanischen Amazon-Seite hat jemand geschrieben, Zoom würde den offiziellen Thunderbolt-3-auf-Thunderbolt-Adapter für die neuen MacBooks nicht unterstützen und man bräuchte einen 3rd-party-Adapter; mir gegenüber wurde hingegen lediglich die Aussage gemacht, die Kompatibilität mit dem Apple-Adapter wäre nicht offiziell bestätigt.
Für den Preis sicher das beste Interface derzeit, absolut authentischer Sound, einfache Einrichtungvubd wegen Thunderbold am Mac quasi komplett Latenzfrei, klare Empfehlung