Testurteil: "61%"
Test: Einzeltest: Safecracker
Zitat: Safecracker spielt sich wie ein Software gewordener Logik-Trainer des P.M.-Magazins . Die Spiellänge variiert gemäß den Fähigkeiten des Spielers von vielleicht 10 bis 30 Stunden, wochenlang ist man aber sicher nicht beschäftigt. Was den angepriesenen ultimativen Puzzle-Charakter anbelangt, sei festgehalten, daß es hier sicher besseres gibt, aber auch schlechteres. Das Spiel eignet sich besonders auch zum gemeinsamen Knobeln, aber wohl eher für zwischendurch. Ein Dauererlebnis ist es nicht. Das Spiel ist für Fans der Art aber definitiv zu empfehlen. Der geneigte Käufer sollte aber keine Wunder erwarten. Es soll Leute geben, die auch in ihrer Freizeit IQ-Tests lösen, stundenlang Sudoku spielen oder tagelang mit Inbrunst Schrauben und Mutter nach Größe sortieren. Diese Zielgruppe ist hier angesprochen (ohne jemanden beleidigen zu wollen, der einen Schrauben-Fetisch hat). Wie gesagt: Etwas mehr Animation, etwas mehr Sound und etwas mehr Story hätten dem Spiel gut getan. Safecracker ist keinesfalls eine Gurke, aber es ist auch absolut kein massenkompatibler Titel (was ja kein Nachteil im eigentlichen Sinne sein muß). Eine Frechheit ist allerdings der Preis des Spiels: 40 bis 50 Euro sind einfach maßlos überzogen für diesen Spielumfang, zumal das Spiel in den USA, wo es bereits seit längerem auf dem Markt ist, vom Erscheinen an lediglich ca. 20 Euro gekostet hat. Zuletzt sei angemerkt, daß der Wiederspielwert nicht besonders hoch ist, wenn man sich gleich noch einmal an alle 35 Tresore ranmachen will. Schließlich weiß man ja, wie es geht und kennt die Lösungswege, auch wenn einige der Schieberätsel auch beim zweiten und dritten Spielen eine Herausforderung sind.