Testurteil: "6 von 10 Sternen"
Test: Einzeltest: Venetica
Zitat: Pro: + Super Synchro
+ Schöne Hintergründe und Umgebungen
+ Angenehmes Gameplay
+ Gute Story
+ Rollenspiel für Einsteiger
Kontra: - Noch einige Bugs zu beheben
- Grafisch nicht ganz auf der Höhe
- Für erfahrene Spieler kann es etwas leicht sein
- Steuerung mit Maus & Tastatur
Als ich nach 23 Minuten durch eine Wand gerutscht und dem Leiter-Bug zum Opfer gefallen bin, sank die Begeisterung für das Spiel. Die Steuerung mit der Tastatur und Maus tat ihr übriges. Doch nach einem Wechsel auf den Controller und der Installation des ersten Patches hat mich das Spiel verzaubert. Zwar gab es immer noch einige technische Kleinigkeiten, die so nicht hätten sein sollen, aber die störten nicht mehr. Alles was ich wollte, war weiterspielen und die Geschichte von Scarlett weiterverfolgen. Ich weiss nicht genau was es war, dass mich am Spielen hielt, aber es müssen wohl die frustfreien Momenten gewesen sein.
Nach zähen Spielen, in denen man kaum weiter kommt ohne zig Anläufe nehmen zu müssen, ist Venetica eine erfrischende Abwechslung. Das Spiel lässt einen nie verzweifelt die Maus oder den Controller in die Ecke schmeissen, weil man einen Gegner mal wieder nicht schafft. Zudem werden die Aufgaben einfach nicht langweilig. Es gibt Rätselelemente wie in Adventures, es gibt Kämpfe wie in Actionspielen und es gibt Rollenspielelemente wie das Auswählen von verschiedenen Antworten in Dialogen.
Die PC Version mag vielleicht noch nicht perfekt sein, aber das soll niemanden davon abhalten sich das Spiel zu holen. Die Atmosphäre des Spiels ist schlichtweg genial und die Synchro zieht einen immer tiefer ins Spiel, da die Sprecher einfach sympatisch und natürlich rüberkommen.
Deck 13 mag zwar noch ein Stückchen von einem Blockbuster entfernt sein, aber sie sind definitiv auf dem richtigen Weg. Ich hoffe daher sehr, dass es wieder einmal ein Rollenspiel von ihnen geben wird. Zum Schluss noch einen Hinweis. Wer das Handbuch liest, der kann vielen Unannehmlichkeiten bereits im Vorfeld entkommen. Lesen bildet in diesem Fall wirklich.