Wer zu Hause ohne Internet mehr Programme empfangen möchte als nur mit einem digitalen Receiver, der kommt an einer Satellitenschüssel kaum vorbei: Ein SAT-Spiegel ist in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich. Dabei kann die SAT-Anlage ganz unterschiedlich dimensioniert sein, wie beispielsweise von 40 bis 80 cm oder noch größer. Beliebte Hersteller von SAT-Anlagen sind unter anderem Kathrein, Technisat, Fuba, Schaiger, Triax, Humax und Selfsat. Vor dem Kauf empfiehlt sich ein Vergleich verschiedener Produkte.
Was ist ein SAT-Spiegel?
Mit einem SAT-Spiegel, der auch als Satellitenschüssel oder Parabolantenne bezeichnet wird, lassen sich nicht Rundfunkprogramme sowie weitere Datendienste per Satellit empfangen. Dabei empfängt der SAT-Spiegel die Radiowellen und fasst sie in einer Art Brennpunkt auf dem LNB (Signalumsetzer) zusammen.
Unterschiede gibt es hinsichtlich der Funktionsweise bei verschiedenen SAT-Spiegeln kaum, allerdings zeigen sich deutliche Abweichungen hinsichtlich der Größe: Je größer die Schüssel, desto besser ist normalerweise auch der Empfang. Gerade bei schlechten Wetterverhältnissen, wie Schnee oder auch Sturm, liefern größere Spiegel eine bessere Empfangsqualität. Normalerweise reichen für einen perfekten Empfang Modelle mit 80 cm völlig aus. Wir empfehlen im Vorfeld einen Vergleich verschiedener Varianten, da auch der Installationsort eine große Rolle spielt. Eine große SAT-Anlage mit SAT-Finder ist für ein kleines Fenster oft nicht geeignet – für eine geräumige Terrasse oder den Garten dagegen schon. Deshalb sollte man selbst im Rahmen eines Vergleichs überlegen, welche Variante für einen selbst infrage kommt.
Was bietet ein SAT-Spiegel mit 80 cm?
Der Antennengewinn ist in erster Linie von der Form sowie dem Material, aus dem der Reflektor besteht, abhängig. Dieser wird stets in dB (Dezibel) angegeben und zeigt an, wie effizient die Antenne verglichen zu einer bestimmten Referenzantenne arbeitet. Je höher der Wert ist, desto besser ist auch der Empfang. Ideal sind Werte zwischen 34 und 38 Dezibel.
Die meisten SAT-Anlagen bestehen aus lackiertem Stahl oder auch aus leichtem Aluminium. Weiterhin gibt es Varianten, die aus Kunststoff und weiteren Reflektormaterialien bestehen. Kunststoff hat den Vorteil, dass er in unterschiedlichen Farben erhältlich ist und sogar transparent sein kann – so beeinflusst er die Optik der Hausfassade kaum. Allerdings sind SAT-Spiegel aus Kunststoff oft teurer als Varianten aus Metall. Eine besondere Bauart sind Drahtgitter-Spiegel, da sie als besonders windbeständig gelten. Dafür sind sie jedoch etwas empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit und rosten schneller.
Worauf muss man beim Einrichten einer Satellitenschüssel noch achten?
Selbst die hochwertigste SAT-Anlage bzw. Satellitenschüssel nützt nicht viel, wenn keine Einheit für den Empfang vorhanden ist. Daher bieten zahlreiche Hersteller von SAT-Anlagen-Sets aus einem SAT-Spiegel mitsamt LNB an. Dieser setzt die Frequenz des eingehenden Signals vom Satelliten um und verstärkt es rauscharm. Anschließend wird es von der Satellitenschüssel über das Antennenkabel zum Receiver weitergeleitet.
Auch ein SAT-Finder ist für den Betrieb der Satellitenschüssel wichtig, der sowohl in analoger als auch digitaler Variante erhältlich ist und es bei der Einrichtung der SAT-Anlage leichter macht, die richtige Ausrichtung der Antenne zu finden. Denn: Die Installation einer SAT-Anlage ist oft nicht einfach, da sie optimal auf den Satelliten ausgerichtet werden muss, damit der Empfang der Programme störungsfrei ist.
Wichtig ist beim Kauf von einer Satellitenschüssel und einem SAT-Finder, dass dieser digital-kompatibel ist – auch darauf sollte man bei einem Vergleich achten. Denn digitale Programme wurden früher noch in höheren Frequenzen übertragen. Das hatte zur Folge, dass ältere Modelle von SAT-Findern sie nicht umsetzen konnten. Da die analogen Satelliten-Programme im Jahr 2012 abgeschaltet wurden, sind im Handel nur noch digital-taugliche SAT-Finder erhältlich.
Fazit
Wer eine Satellitenschüssel bzw. eine SAT-Anlage mit SAT-Finder kaufen möchte, sollte sich vorher genauer mit den einzelnen Komponenten befassen, um zu wissen, was genau benötigt wird. In jedem Fall lohnt sich ein Vergleich verschiedener Produkte vor dem Kauf – egal, ob man sich für eine SAT-Anlage bis 80 cm oder für ein kleineres Modell entscheidet.











































