Staubsaugerroboter haben sich in den vergangenen Jahren zu beliebten Helfern im Haushalt entwickelt. Im Idealfall erledigen sie still und leise ihren Dienst und hinterlassen saubere Böden wie von Geisterhand. Damit das auch reibungslos funktioniert, gilt es, das passende Gerät für die eigene Wohnung zu finden. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Modelle mit zahlreichen Funktionen für unterschiedliche Einsatzgebiete. Beliebte Hersteller sind Xiaomi, Ecovacs, Medion, Vorwerk, iRobot, Dyson, Roborock, Eufy, Dreame und Proscenic. Diese haben für jeden Bedarf Geräte mit den passenden Merkmalen im Angebot.
Was ist ein Saugroboter?
Bei einem Saugroboter handelt es sich um ein Haushaltsgerät, das im Vergleich zum herkömmlichen Staubsauger eigenständig Böden reinigen kann. Die kleinen Roboter sind flach, rund und wendig und bewegen sich mit Laserscannern oder Kameras ausgestattet selbstständig durch den Raum. Dabei folgen sie entweder einem vorgegebenen oder willkürlichen Pfad und drehen beim Zusammentreffen mit einem Hindernis wie einer Wand oder Möbeln selbstständig ab. So reinigen sie nach und nach die gesamte Fläche eines Raumes oder der gesamten Wohnung. Menschliches Eingreifen ist dabei in der Regel nicht erforderlich, außer, wenn der Roboter sich verfängt oder steckenbleibt.
Ausgestattet sind die Geräte mit allem, was auch große, herkömmliche Staubsauger ausmacht. Sie verfügen über Räder, auf denen sie sich fortbewegen, und einen Auffangbehälter für Staub und Schmutz. Die Reinigung erfolgt über Bürsten. Eine breite Bürstenwalze liest Dreck vom Boden auf, eine seitlich angebrachte Kantenreinigungsbürste sorgt dafür, dass das runde Gerät auch in Ecken effektiv vorgehen kann. Angetrieben werden die Roboter durch einen Motor.
Entscheidend für die Flexibilität und Wendigkeit ist die Tatsache, dass Saugroboter ohne Kabel auskommen. Sie verfügen über einen Akku, der je nach Kapazität ausreichend Energie für den Hausputz liefert. Aufgeladen wird der Akku über die Ladestation. Diese kann an einer passenden Stelle in der Wohnung platziert und dort am Strom angeschlossen werden. Das Gerät kehrt nach getaner Arbeit selbstständig in die Station zurück, damit der Akku aufgeladen werden kann.
Welche Arten von Saugrobotern gibt es?
Saugroboter lassen sich nach der Art und Weise unterscheiden, wie sie sich im Raum orientieren. Das hat nicht nur Auswirkungen darauf, wie sicher sie Hindernissen ausweichen und Gefahren vermeiden. Die gleiche Technologie wird auch eingesetzt, um eine Karte der zu saugenden Fläche zu erstellen. Somit ist die Genauigkeit der verwendeten Technologie direkt verantwortlich für die Präzision der Saugroute.
Geräte mit Laser-Navigation tasten ihre Umgebung mittels eines Laserscanners ab. Diese Technologie ist besonders fortschrittlich und kommt fast bei der Hälfte aller Geräte zum Einsatz. Der Laser erkennt Möbel, Treppenabsätze und andere Hindernisse und Gefahren. Er ermöglicht es dem Staubsaugerroboter zudem, eine sehr genaue Karte der zu saugenden Fläche zu erstellen. So kann sich das Gerät besonders gut im Raum orientieren und lässt sich überdies passgenau programmieren, wenn Bereiche ausgespart werden sollen. Auch bewegliche Ziele wie Kinder oder Tiere können so leicht vermieden werden. Eine weitere Besonderheit der Laser-Navigation ist die Unabhängigkeit von Licht. Dabei können sich die Sauger auch noch in völliger Dunkelheit orientieren und ihre Arbeit damit auch nachts erledigen.
Andere Geräte verfügen über Kameras, mit denen sie Aufnahmen ihrer Umgebung machen können. Je nach Qualität der verbauten Module können diese Bilder hochwertig sein. Diese Form der Navigation ist jedoch auf ausreichend Lichteinfall angewiesen, was bisweilen unpraktisch sein kann. Hochwertige Modelle erlauben einen Zugriff auf das erzeugte Bild per App – selbst vom Arbeitsplatz oder dem Reiseziel aus. So kann die Kamera-Navigation dazu genutzt werden, auch aus der Entfernung eine genaue Saugroute zu starten, oder sogar, um den Zustand der Wohnung zu überprüfen.
Neben Laser und Kameras sind weitere Sensoren eine Hilfe, um den Staubsaugerrobotern die Orientierung im Raum zu ermöglichen. Hier gibt es verschiedene Varianten zur Auswahl. Ein Gyroskop misst Drehbewegungen, es kann also die Orientierung eines Objektes im Raum bestimmen. Ein Beschleunigungsmesser erkennt die Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke. In Kombination lassen diese Sensoren also Rückschlüsse darüber zu, wo sich ein Gerät befindet und ob etwa eine Wand im Weg ist. Hinzu kommen dann noch Daten von einem Infrarotsensor, der unerwartete Hindernisse erkennen kann und damit ein rechtzeitiges Ausweichen ermöglicht. Diese Sensoren werden in unterschiedlichen Kombinationen in den Geräten verbaut. Doch auch eine Kombination der Daten aus mehreren Quellen reicht im Vergleich nicht an die Präzision heran, die ein Laser oder eine Kamera erlaubt.
Was bietet ein Saug- und Wischroboter?
Ein Saug- und Wischroboter in eine Art Erweiterung des reinen Staubsaugerroboters. Er verfügt über alle Funktionen eines Saugroboters, ergänzt diese jedoch noch um eine Wischfunktion. Diese Geräte mit Wischfunktion können also nicht nur Böden und Teppiche saugen, sondern auch feucht reinigen. Dabei können die beiden Funktionen unabhängig voneinander genutzt werden. Auch möglich ist ein Programm, bei welchem gleichzeitig gesaugt und gewischt wird. So wird der Boden in einem einzigen Arbeitsgang gründlich gereinigt.
Baulich unterscheiden sich die Geräte von den reinen Staubsaugerrobotern durch eine zusätzliche Halterung, in die ein Wischtuch eingespannt werden kann. Darüber befindet sich ein Wassertank, der das Tuch feucht hält. Wie beim Saugroboter kann dem Saug- und Wischroboter eine bestimmte Fläche zugewiesen werden, die er reinigen soll. So lässt sich verhindern, dass Teppiche, Teppichböden oder auch empfindliches Laminat feucht werden.
Welche Arten von Saug- und Wischrobotern gibt es?
Saug- und Wischroboter lassen sich anhand der verwendeten Navigationstechnologie genau wie Staubsaugerroboter unterscheiden. Es gibt sie mit Laser-Navigation, mit Kamera-Navigation sowie mit verbauten Sensoren in unterschiedlichen Kombinationen.
Auch im Hinblick auf ihre Ladestationen können die Saugroboter mit Wischfunktion kategorisiert werden. Diese unterscheiden sich zum Teil deutlich in ihrem Funktionsumfang.
Zum einen gibt es Modelle, die nur über eine reine Ladestation verfügen. Hier geschieht außer dem Aufladen der Batterie nichts. Sämtliche andere zur Wartung notwendigen Handgriffe müssen manuell vorgenommen werden.
Absaugstationen entleeren eigenständig die Auffangbehälter für trockenen Schmutz und Wischwasser in einen größeren Behälter in der Station. Dieser muss dennoch vom Nutzer manuell entleert werden, durch das größere Volumen verlängern sich die Intervalle jedoch, in denen das nötig wird.
Zuletzt gibt es Multifunktionsstationen, die neben dem Entleeren noch weitere Arbeitsschritte übernehmen. So wird das Wischtuch gesäubert und das Gerät selbst gereinigt. Ausgestattet mit einer solchen Station könne die Roboter über einen langen Zeitraum hinweg autark arbeiten, etwa während eines Urlaubs der Nutzer.
Welchen Saugroboter für welchen Einsatzzweck kaufen?
Jeder Staubsaugerroboter hat Stärken und Schwächen. Mit der Wahl des richtigen Gerätes mit Wischfunktion oder ohne für das vornehmliche Einsatzgebiet, können Käufer das gut für sich ausnutzen.
Ein reiner Saugroboter ist oft ausreichend, wenn es im Haus oder in der Wohnung viele Teppiche oder Teppichboden gibt. Auch andere Bodenbeläge wie Laminat, die nur selten feucht gereinigt werden sollten, können hier die Wahl des Gerätes beeinflussen. Dabei sollten Käufer auf die Spezialität des Roboters achten. Denn es gibt Geräte, die sich besonders auf Hartböden positiv hervortun. Andere wiederum glänzen auf Teppichen und bekommen auch aus Hochflor jeden Krümel heraus.
Auch die Art des Schmutzes ist entscheidend für den Einsatzzweck. Ein berufstätiges Ehepaar ohne Kinder oder Tiere verursacht eher trockenen Schmutz. Sand und Steinchen von den Straßenschuhen, Krümel vom Abendessen oder der normal anfallende Staub. Hier genügt in vielen Fällen der Saugroboter.
Anders sieht es in Haushalten mit kleinen Kindern und Hunden oder Katzen aus. Da ist schnell einmal etwas verschüttet und Flecken oder Spritzer auf dem Küchenboden gehören zur Normalität. Hier kann ein kombinierter Saug- und Wischroboter einen echten Unterschied machen. Geräte mit einer hochfunktionalen Ladestation tragen zusätzlich dazu bei, die Hausarbeit erheblich zu reduzieren.
Welche Kaufkriterien gibt es?
Abhängig von der Größe der zu saugenden Fläche ist die Akkuleistung ein wichtiges Kriterium für einen Kauf. Je stärker der Akku, desto größer die Reichweite. Das Gerät kann Räume oder Stockwerke in einem Rutsch durchsaugen, ohne zum Aufladen in die Station zurückkehren zu müssen. Bei kleinen Wohnungen fällt die Akkulaufzeit hingegen weniger ins Gewicht, hier ist eine kürzere Laufzeit ausreichend.
Auch die Maße des Saugroboters spielen beim Vergleich keine unwichtige Rolle. Schließlich soll das Gerät in alle Ecken und Winkel kommen, um gründlich zu reinigen. Großen und sperrigen Saugern gelingt das oft nicht mühelos, gerade bei vielen Möbeln oder eng geschnittenen Grundrissen. Wenn der Roboter unter dem Sofa steckenbleibt, dann kann sich dort auf Dauer der Staub ansammeln. Zudem ist dann oft ein Eingreifen des Besitzers notwendig oder der Saugvorgang wird unnötig verzögert oder ganz unterbrochen. Um diesen Ärger zu vermeiden, sollten Interessenten vor dem Kauf also den Bodenabstand der eigenen Möbel abmessen sowie potenzielle kritische Engstellen begutachten. Besonders schmale Geräte machen sich gut im Essbereich, wo sie zwischen Stuhlbeinen hindurchfahren müssen.
Die Navigationstechnologie ist ein wichtiges Kriterium, das sich direkt auf die Saugleistung auswirkt. Fortschrittliche Lasernavigation erhöht zwar den Preis, sorgt aber für eine genau Kartierung der zu saugenden Fläche. So lässt der kleine Helfer keine Stellen aus. Auch relevant für den Einsatz in Häusern, wo der Sauger mit Treppen und Balustraden konfrontiert ist. Eine gute Orientierung im Raum verhindert Stürze und verlängert die Lebensdauer des Geräts. Bei großen, freien Räumen, in denen wenig herumsteht, können auch Sensoren oder eine Kamera für eine gute Saugleistung und sichere Bewegung ausreichend sein.
Ladestationen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Kaufinteressierte sollten sich genau überlegen, wie viele Funktionen sie wirklich brauchen. Das vollautomatische Saugen und Wischen ist praktisch, hat aber seinen Preis. Und auch hier muss der Nutzer früher oder später selbst ran, um die Station zu entleeren. Doch wenn der Staubsaugerroboter häufig allein in der Wohnung unterwegs ist, kann die Multifunktionsstation schnell zum entscheidenden Merkmal werden. Ist das Gerät autark, lässt sich dadurch verhindern, am Abend oder nach dem Kurzurlaub in eine ungeputzte Wohnung zurückzukehren, weil der Tank des Saug- und Wischroboters leer war.
Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Zubehör ist ebenfalls ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium für die Kaufentscheidung. Ärgerlich wäre es, wenn sich ein defektes Gerät leicht reparieren ließe, die erforderlichen Teile dafür jedoch nicht zu bekommen sind. Räder, Bürsten und Filter sind für viele Modelle häufig schon sehr günstig verfügbar und können die Lebensdauer des Roboters entscheidend verlängern. Auch Spezialbürsten für besondere Bodenbeläge sind eine nützliche Ergänzung und können erworben werden, um das Gerät noch besser an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Eine große Auswahl ist hier sehr von Vorteil.
Je nach Einsatzort und Nutzergruppe kann auch die Verfügbarkeit einer App bzw. einer WLAN-Verbindung ein Kriterium für eine Kaufentscheidung darstellen. Die meisten Geräte lassen sich heutzutage bequem mit dem Smartphone steuern und programmieren. Für ältere Menschen und solche ohne entsprechendes Gerät kann jedoch genau das abschreckend wirken. In diesem Fall ist es dann sinnvoll, sich für einen Saugroboter zu entscheiden, der auch ohne digitale Unterstützung funktioniert.
Fazit
Staubsaugerroboter sowie Saug- und Wischroboter können in vielen Fällen eine wertvolle Unterstützung bei der Hausarbeit bieten. Bei der Kaufentscheidung ist wichtig, die eigene Wohnsituation vorher genau zu analysieren. So lässt sich ein Gerät finden, das gut zum Einsatzort passt, gründlich seine Arbeit erledigt und eine echte Alternative zu einer Putzhilfe ist.
automatisch Saubere Böden
Staubsaugen ohne zu Hause zu sein
einfache Steuerung per App
können stecken bleiben
Treppen kann er nicht saugen
schwächere Saugleistung wie normale Staubsauger

















































