Thunderbolt-Hubs sind Strom- und Datenübertragungsschnittstellen, die von einer Vielzahl an Geräten genutzt werden können. Generell sind Macbooks im Vergleich zu Windows-Laptops meist kompatibler zu den Geräten. Daher sollte man beim Kauf besonders die Kompatibilität des Produktes zu den eigenen Peripheriegeräten und weiteren Kaufkriterien berücksichtigen. Beliebte Hersteller sind Elgato, Belkin, Delock, Kensington, Icy Box und HP.
Was ist ein Thunderbolt-Hub?
Als Thunderbolt wird eine Hochleistungsschnittstelle bezeichnet, welche als externes Gerät der Übertragung von Daten, Strom, Bild und Ton an Peripheriegeräte wie Festplatten und Monitore dienen kann. Ein Thunderbolt-Hub hilft die Konnektivität von Macbooks, PCs und weiteren Notebooks zu erweitern und bietet den Geräten schnelle Schnittstellen mit Ladefunktion.
Gleichzeitig sind Thunderbolt-Hubs mit älteren Geräten abwärtskompatibel und praktisch für Laptops mit wenigen Anschlüssen. Zu den in einer Steckverbindung zusammengefassten verschiedenen Schnittstellen gehören DisplayPort, USB und PCIe. Das Gerät ist somit ein Tunnel für unterschiedliche Schnittstellen und kann eine Übertragungsgeschwindigkeit von 10, 20 oder 40 Gigabyte pro Sekunde erreichen.
Ursprünglich entwickelte die Firma Intel das Produkt als optische Schnittstelle, welches zunächst als Light Peak bezeichnet wurde. Apple bot die Technologie als FireWire, leicht verändert und mit Kupferkabeladaption auf dem Markt an. Anfänglich gab es für Thunderbolt nur eine geringe Nachfrage, da bei der Nutzung Lizenzgebühren anfallen und die Spezifikationen nicht öffentlich sind. Das weitverbreitete USB-Interface war für Hersteller von Peripheriegeräten deutlich attraktiver. Die neue USB4 Technologie ermöglicht der Technik von Thunderbolt jedoch eine deutlich vielversprechendere Verbreitung.
Welche Arten von Thunderbolt-Hubs und -Adaptern gibt es?
Thunderbolt-Hubs kombinieren meistens mehrere Anschlüsse des gleichen Typs und besitzen oft ein Netzteil. Ein Adapter mit einer Multiformat-Funktion ermöglicht den Anschluss verschiedener weiterer Adapter, welche entweder Strom vom Host-Gerät an ein Peripheriegerät zuführen oder durch ein USB-C-Ladegerät oder USB-C-Anschluss weiterleiten. Eine sogenannte Docking-Station (Dock), ein größeres Gerät mit Netzteil und unterschiedlichen Anschlüssen wie beispielsweise HDMI, deckt dabei alle Lade- und Verbindungsfunktionen ab.
Es wird zwischen Thunderbolt 1 bis 4 unterschieden. Thunderbolt 4 ist die neueste Generation des Gerätes und seit 2020 auf dem Markt erhältlich. Bei der Zertifizierung sind Hersteller dazu verpflichtet, einige höhere Standards im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit ihrem Produkt zu erfüllen. Hierzu gehören insbesondere eine Übertragungsrate von mindestens 40 Gigabyte pro Sekunde sowie Anschlüsse, welche in der Lage sind, zwei 4K-Signale zeitgleich oder ein 8K-Signal zu übertragen. Die dritte Generation des Gerätes kam 2015 auf den Markt und besitzt einen USB-C-Stecker mit einer USB 3.1-Spezifikation und einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 40 Gigabyte pro Sekunde. Die Anforderung an die reine Datenübertragung liegt hier bei 16 Gigabyte pro Sekunde. Intel präsentierte 2013 den Thunderbolt 2 mit einer Datenübertragung von 20 Megabyte pro Sekunde. Die erste Generation des Gerätes kam 2011 auf den Markt und lieferte eine Übertragungsrate von 10 Gigabyte pro Sekunde. Das Produkt ist abwärtskompatibel mit Mini-Display-Port-Steckern, dem Display-Port und war zunächst mit dem Macbook Pro sowie seit 2012 auch mit Windows-Systemen kompatibel.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Beim Kauf sind auf einige Kriterien bei der Wahl des besten Thunderbolt-Hubs und -Adapter zu achten.
Anschlüsse: Die Anzahl der Ports spielt bei der Auswahl eines guten USB-C-Hubs eine entscheidende Rolle. Optimalerweise sollten alle Geräte der Netzwerkumgebung zusammen in einem einzigen Hub bei Bedarf anschließbar sein. Die Art der Ports ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Ein USB-C-Hub ist für den Anschluss von Android-Geräten essenziell und zudem in der Lage, Strom zu transportieren. Weitere essenzielle Anschlüsse sind HDMI, Gigabit Ethernet oder DisplayPort sowie SD- und microSD-Steckplätze.
Maße: Ein kompaktes Modell mit geringen Abmessungen lässt sich leicht auf einem Schreibtisch platzieren und bei Bedarf in einer Laptoptasche verstauen. Funkadapter oder längere Kabel bieten eine maximale Flexibilität bei der Nutzung. Diese lassen sich auch als Thunderbolt-USB-C-Hub dazukaufen.
Gewicht: Das Gewicht eines Thunderbolt-Hubs spielt vorwiegend beim Transport und der Handlichkeit des Produktes eine Rolle. Die Anschaffung eines Mini- oder Mikro-Modells kann hier unter Umständen sinnvoll sein, allerdings ist dafür der Funktionsumfang etwas geringer als bei herkömmlichen Hubs.
Stromversorgung: In der Regel werden Thunderbolt-Hubs mit einem eigenen Netzteil verkauft und der Akku eines angeschlossenen Gerätes kann so ohne Probleme aufgeladen werden. Ein gewöhnlicher Laptop benötigt etwa 60 Watt zum zeitnahen Aufladen. Beim Kauf sollte auf ein Netzteil von mindestens 150 Watt geachtet werden, um mehrere Geräte gleichzeitig laden zu können.
Kontrollleuchte und Überspannungsschutz: Eine LED-Kontrollleuchte bei den Geräten ermöglicht dem Nutzer direkt zu sehen, ob das Gerät funktioniert. Ein Überspannungsschutz bei Adaptern ist sinnvoll, falls Nutzer Beschädigungen durch zu hohe Spannung befürchten.
Fazit
Thunderbolt-Hubs und Adapter werden von zahlreichen Herstellern angeboten. Für die Wahl des besten Produktes sollten Käufer die Geräte im Vergleich der Eigenschaften gegenüberstellen. Wichtige Kaufkriterien sind die passenden Anschlüsse für die eigenen anzuschließenden Geräte mit HDMI, ein USB-C-Hub, Gigabit Ethernet oder DisplayPort sowie SD- und microSD-Steckplätzen. Maße und Gewicht spielen bei der Wahl des Platzes, der Handlichkeit und mobilen Nutzung eine Rolle. Eine ausreichende Leistung für die Stromversorgung sowie eine Kontrollleuchte und Überspannungsschutz bei Adaptern sind empfehlenswert.


















































