An Heizkörpern finden sich überwiegend herkömmliche Drehkopfthermostate. Beachtet werden sie selten. Dabei spart ein Austausch der Ventile häufig bares Geld.
Programmierbare Heizkörperthermostate lassen sich besonders fein auf den eigenen Lebensstil abstimmen – und sind bereits für unter 30 Euro zu haben. Oft lohnt sich der genaue Vergleich von Produkten beliebter Hersteller wie Honeywell, Eurotronic, Schnellenberg, Danfoss und Lupus.
Was ist ein Heizkörperthermostat?
Ein Heizkörperthermostat ist die wichtigste Einheit eines Heizkörpers. Es hält die Raumtemperatur konstant in der eingestellten Höhe.
Das Thermostat besteht aus zwei Teilen: Dem sichtbaren Thermostatkopf und dem darunterliegenden Thermostatventil. Bei herkömmlichen Drehköpfen kann das Ventil je nach Bedarf mit einer einfachen Handbewegung geöffnet oder geschlossen werden.
Durch die Drehbewegung drückt der Kopf auf eine Spindel, die das Ventil öffnet oder schließt. Je weiter das Ventil geöffnet wird, desto mehr erwärmte Luft oder Flüssigkeit kann durch das Rohr in den Heizkörper strömen – und so die Raumtemperatur steigern.
Sobald das Thermostat auf höchster Stufe steht, erreicht der Heizkörper seine Maximaltemperatur.
Die Zahlen auf dem Heizkörperthermostat entsprechen festgelegten Wärmestufen. Mit der niedrigsten Stufe Eins soll der Heizkörper eine Temperatur von 12 Grad Celsius erreichen. Auf der höchsten Stufe Fünf sollen es 28 Grad Celsius sein. Im Thermostatkopf befindet sich eine Flüssigkeit, die sich ausdehnt oder zusammenzieht – sie sorgt so nach einfachen physikalischen Gesetzen dafür, dass die Temperatur am Heizkörper nicht vom vorgesehenen Wert abweicht.
Im Haushalt gibt es zahlreiche weitere Wärmequellen, etwa Computer oder bestimmte Lichtquellen, die die Raumtemperatur zusätzlich erhöhen. Manche Stellen im Raum werden hingegen weniger gut erreicht und bleiben deswegen kühler. Heizkörperthermostate bilden aus diesem Grund Skalenwerte und keine Temperaturangaben ab.
All das trifft auf elektronische Thermostate nicht zu. Sie regeln die Raumtemperatur nicht über eine Flüssigkeit. Der Fühler funktioniert bei ihnen elektrisch über einen Motor, der in den meisten Fällen über eine Batterie betrieben wird.
Welche Arten von Heizkörperthermostaten gibt es?
Elektronik ist "smarter" geworden. Das gilt auch für Heizkörperthermostate. Wer heute in den Baumarkt geht, hat die Wahl zwischen sehr unterschiedlichen Modellen. Man unterscheidet zwischen rein mechanischen Drehkopf-Thermostaten und programmierbaren Heizkörperthermostaten. Zu den programmierbaren Thermostaten zählen auch Funkthermostate und smarte Modelle, die man über eine App oder über Smart-Home-Systeme steuern kann.
Die elektronischen Thermostate kann man passgenau an den eigenen Tagesablauf anpassen. Feste Arbeitszeiten oder Freizeitaktivitäten außer Haus werden individuell berücksichtigt. Dafür reicht die Eingabe über Tasten und Monitor am Gerät selbst.
Einige Modelle kommen mit einer Fernbedienung, die im Vergleich weitere Flexibilität erlaubt. Bei Bedarf kann man die eingestellten Temperaturen mit dem Handrad übersteuern.
Smarte Thermostate lassen sich von unterwegs über eine App steuern und machen so die Anpassung der Heizleistung auch an individuellere Tagesplanungen möglich.
Die batteriebetrieben elektronischen Ausführungen verfügen über eine Batterieanzeige und geben eine Warnhinweis, wenn die Batterie gewechselt werden muss – allerdings ist das bei langen Laufzeiten von etwa drei Jahren nur selten der Fall.
Ob mechanisch oder elektronisch: Heizkörperthermostate sind genormt und ermöglichen so einen einfachen Wechsel.
Welche Vorteile bieten programmierbare Thermostate?
Während langer Arbeitszeiten im Büro oder im Betrieb kann man die Heizung herunterfahren – und trotzdem nach Feierabend direkt eine warme Wohnung genießen. Programmierbare Heizungsthermostate lassen sich ganz nach dem eigenen Nutzungsverhalten einstellen. Egal, ob man spontan früh nach Hause kommen oder einmal ein Wochenende auswärts verbringen möchte: Die Heizung Zuhause lässt sich nach Wochentagen oder Uhrzeiten darauf einstellen.
Viele Modelle sind mit Smart-Home-Systemen kompatibel. Sie funktionieren auf Zuruf und können sich – mit zusätzlichem Zubehör – auch nach gewünschter Luftfeuchte richten oder via separater Sensoren noch granularer die Raumtemperatur bestimmen. Viele Modelle erkennen über ihre Sensoren ein offenes Fenster in der Wohnung und regeln die Heizleistung automatisch herunter.
Bei richtiger Anwendung der elektronischen Thermostaten heizt man nur bei tatsächlichem Bedarf. Die Hersteller versprechen dadurch eine Heizkostenersparnis von bis zu zehn Prozent.
Fazit
Für welchen Thermostat man sich entscheiden sollte, hängt vor allem vom eigenen Lebensstil ab. Programmierbare Heizkörperthermostate bieten inzwischen auch bei sehr flexiblen Tagesabläufen viele Vorteile und hohes Sparpotenzial. Wer aber zu unregelmäßigen Zeiten heizt und nichts von smarten Helfern hält, ist mit mechanischen Drehkopf-Thermostaten gut versorgt.
Gerade wenn man aber noch alte Heizkörperthermostate zu Hause hat, lohnt sich der Vergleich.














































