Rostige Glieder, gerissene Kette – es gibt viele Gründe, warum die Kette vom Fahrrad von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden muss. Welche Ketten es gibt, wie man die richtige Größe findet und wie man Ketten reinigt, zeigt dieser Ratgeber.
Glieder / Länge
Eine Fahrradkette muss immer zur Anzahl der Gänge des Rades passen; das ist das wichtigste Kaufkriterium. Hat das Fahrrad etwa elf Ritzel – das sind die Zahnräder, aus denen sich die Kassette zusammensetzt – dann ist es ein Rad mit elf Gängen.
Die 11-fach-Kette wird dann nach Schaltungen mit 11 x 1, 11 x 2 oder 11 x 3 unterschieden. Achtung: Bei einer Nabenschaltung wird immer eine 1-fach-Kette genutzt.
Die Länge einer Kette geben Hersteller mit der Anzahl der Kettenglieder an. Hier gibt es etwa Angaben wie 110, 114 oder 115. Die Anzahl der Glieder hängt von der Anzahl der Ritzel des Fahrradantriebs ab. Ist eine Kette zu lang oder zu kurz, kann man Glieder einfach entfernen oder hinzufügen – bei den meisten Ketten liegen Ersatzglieder bei.
Achtung bei Mountainbikes: Hier sind die Ritzel sehr groß, weshalb sich nur spezielle Ketten für diesen Fahrradtyp eignen.
Schaltstufen
Fahrräder mit Nabenschaltung haben am Hinterrad nur ein Zahnrad. Deshalb heißen diese Ketten auch 1-fach-Ketten. Zudem sollte man vor dem Kauf prüfen, ob man eine schmale oder breite Nabenschaltung hat. Bei einer breiten Schaltung ist der Zahnkranz deutlich breiter als die Ritzel einer Nabenschaltung.
Bei einer Kettenschaltung hat ein Fahrrad vorne ein bis drei Kettenblätter und hinten fünf bis zwölf Ritzel. Dementsprechend gibt es beispielsweise 7-fach-, 10-fach-, 11-fach- oder 12-fach-Ketten. Ausschlaggebend für die Wahl der Kette ist die Anzahl der Ritzel am Hinterrad.
Fixies, beziehungsweise Singlespeed-Bikes, sind einfach ausgestattet und verzichten gänzlich auf eine Gangschaltung. Bei diesen Rädern sind Pedale und Hinterrad über die Kette direkt miteinander verbunden. Fahrradketten für gängige Nabenschaltungen eignen sich auch für Fixies und Singlespeed-Bikes.
Wechsel
Der Wechsel einer Fahrradkette ist auch für Laien machbar, aber etwas schmutzig. Entsprechend sollte man Handschuhe tragen, wenn man sich nicht die Finger dreckig machen will.
Zuerst schaltet man vorne und hinten auf das kleinste Ritzel und öffnet dann das Kettenschloss mit einer Öffnungszange. Anschließens entfernt man die Kette vom Rad und bringt die neue Kette auf die richtige Größe. Danach kommt die neue Kette wieder ans Rad und wird durch das Kettenschloss verschlossen.
Reinigung
Fahrradketten halten bei guter und regelmäßiger Pflege deutlich länger. Hier fassen wie die wichtigsten Schritte für die regelmäßige Reinigung zusammen:
- Zuerst benetzt man die Kette mit warmem Wasser. Das kann direkt am Rad geschehen. Danach sprüht man einen Fahrradreiniger auf die Kette und verteilt diesen mit einem Schwamm.
- Verkrustete Stellen bearbeitet man idealerweise mit einer Bürste. Hier hilft manchmal bereits eine ausgediente alte Zahnbürste. Damit erreicht man Stellen, an die der Schwamm nicht kommt.
- Spezielle Reinigungshaken passen zwischen die Spalten der einzelnen Zahnräder. Mit den Haken entfernt man hartnäckigen Schmutz.
- Zum Schluss muss Reiniger und oberflächlicher Schmutz weg. Den entfernt man am einfachsten mit einer Gießkanne oder einem Wasserschlauch und vielleicht unter Zuhilfenahme eines (sauberen) Schwamms.
Fazit
Einfache Fahrradketten sind nicht teuer. Wer aber lange etwas von seiner Kette haben will, sollte auf regelmäßige Pflege achten. Bei der Auswahl einer Kette ist die Kettenlänge entscheidend. Die findet man über die Anzahl der Ritzel der Kassette heraus.

































