Ein Eierkocher dient dazu, rohe Eier in einen festen sowie gegarten Zustand zu versetzen. Das Gerät funktioniert elektrisch mit Wasserdampf. In Töpfen mit heißem Wasser können Eier ebenfalls bis zu einer bestimmten Garstufe gekocht werden. Dabei gilt es, immer auf die Temperatur des Wassers bzw. die genaue Kochzeit zu achten. In beiden Fällen stocken sowohl das Eiklar als auch der Dotter, womit das Lebensmittel verzehrfähig zubereitet wird.
Eierkocher sind in verschiedenen Größen, Formen und mit unterschiedlich viel Platz erhältlich. So gibt es beispielsweise kleine Modelle für zwei oder große Produkte für sechs Eier zu kaufen. Alle Gerätschaften sind mit einem transparenten Deckel verschließbar.
Wie ist ein Eierkocher aufgebaut?
Ein elektrisches Gerät, das Wasser erhitzt, besitzt normalerweise ein Heizgerät. Die Flüssigkeit wird über einen speziellen Messbecher in eine Auffangschale gegeben. Durch die Erwärmung entsteht Wasserdampf, der oben durch eine kleine Öffnung entweicht. Zudem haben die Produkte einen Aufsatz für die Eier sowie einen Deckel – meist aus Kunststoff. Dieser dient neben seiner Ablassfunktion für den Dampf auch als Spritz- und Hitzeschutz während des Kochvorgangs.
Um die Kochzeit zu bestimmen, gibt es, je nach Modell, zwei Varianten. Bei der ersten Möglichkeit lässt sich die Gardauer über einen Regler einstellen. Bei der zweiten Methode reguliert die eingefüllte Wassermenge den Kochvorgang. Hierbei gilt: Wer wenig Flüssigkeit verwendet, erhält am Ende ein weicheres Ei.
Bei der zweiten Option sind folgende thermodynamische Eigenschaften zu beachten: Für die Zubereitung eines einzelnen Eis braucht es mehr Wasser als beispielsweise für vier Eier. Dieser kuriose Zusammenhang ist leicht anhand der sogenannten Kondensationsoberfläche erklärbar. Sind viele kühle Oberflächen vorhanden, kondensiert daran mehr Flüssigkeit und rinnt in die Heizzone zurück.
Geräte, die nach diesem Prinzip funktionieren, besitzen einen Temperaturschalter unter der Heizschale. Der Regler veranlasst eine Beendigung der Kochzeit, sobald das Wasser 100 Grad erreicht hat. Bei vielen Modellen ertönt am Ende ein Signalton.
Aufgrund der verschiedenen Funktionsweisen ergeben sich gewisse Vor- und Nachteile. So benötigt die letzte Variante mit dem verkürzten Garvorgang weniger Energie, wodurch der Eierkocher Strom spart. Außerdem bleibt zum Schluss kein Wasser im Gerät zurück.
Die erste Option braucht keine an die Anzahl der Eier angepasste Flüssigkeitsmenge. Darüber hinaus können die Eier während des Kochens entnommen werden, sodass ein ganz individueller Härtegrad wählbar ist.
So ist der Eierkocher zu reinigen
Ähnlich allen anderen wasserführenden Geräten, beispielsweise einer Kaffeemaschine oder einem Wasserkocher, sollte man auch Eierkocher regelmäßig reinigen und entkalken. Dadurch lässt sich die volle Leistung der Produkte erhalten. Zudem steigt durch starke Ablagerungen der Energieverbrauch.
Wie oft die Reinigung notwendig ist, darauf gibt es keine pauschale Antwort. Der Verschmutzungsgrad bzw. die Verkalkung hängt unter anderem von der Häufigkeit des Einsatzes als auch der Wasserhärte im jeweiligen Einsatzgebiet ab. Bei Eierschalen und groben Kalkresten empfiehlt es sich, diese grundsätzlich nach jedem Gebrauch zu entfernen, damit die Reste bei der nächsten Verwendung keinesfalls in die Beschichtung einbrennen.
Wer den Eierkocher nach jedem Garvorgang vom Netzstrom trennt, sorgt für zusätzliche Sicherheit. Das abgekühlte Gerät sollte mit einem feuchten und Spülmittel benetzten Lappen ausgeputzt, ausgespült und anschließend trockengerieben werden. Manche Teile sind spülmaschinengeeignet.
Um hartnäckige Rückstände loszuwerden, eignen sich Essig oder Zitronensaft. Die Mittel werden dazu in die Schale des Eierkochers gefüllt. Anschließend erhitzt das eingeschaltete Gerät die Flüssigkeit bis zum Siedepunkt. Nach einer kurzen Einwirkzeit sind alle Flächen mit einem Tuch zu reinigen und trocken zu wischen.
Aggressive Scheuermittel bzw. die Nutzung eines groben Schwamms gilt es zu vermeiden, da es das Material am Boden zerkratzt.
Wer gilt als Erfinder des Eierkochers?
1902 brachte Marshall Hanks den ersten Eierkocher in Amerika auf den Markt. Die Konstruktion unterschied sich wesentlich vom heutigen Modell. Das Gerät fand schließlich bis in die 60er Jahre hinein Verwendung in Haushalten weltweit. Bald gelang es der Firma Siemens, das Produkt in seiner heutigen Form zu produzieren.
Welche Vor- und Nachteile bietet das Produkt?
Vorteile
- Ein großer Vorteil ist, dass die gekochten Eier immer die gleiche Härte-Qualität aufweisen, sobald die richtigen Einstellungen bekannt sind. Ferner ist die Kochzeit im Eierkocher kürzer im Gegensatz zu einem Kochtopf. Das spart Zeit und Energie.
Nachteile
- Das Produkt nimmt neben allen anderen Küchengeräten wieder einen Platz in Anspruch und benötigt zu seiner Aufbewahrung Stauraum. Zudem rentiert sich ein elektrischer Eierkocher erst dann, wenn er regelmäßig im Einsatz ist.
Warum ist es wichtig, ein Ei mit einem Loch zu versehen?
Die Schale der Eier besteht aus Kalkspatkristallen. Die Hülle des Eis dehnt sich beim Erhitzen aus und baut eine Spannung auf. Ein Loch in der Oberfläche bringt daher Entlastung hinsichtlich der Oberflächenspannung und die Schale platzt in der Regel nicht auf.
Darum sollten die Eier unbedingt gekocht werden!
Eier überzeugen in ihrer Zusammensetzung mit viel Eiweiß, Vitaminen sowie Mineralstoffen. Dennoch ist es wichtig, Eier vor dem Verzehr zu kochen.
Das ungekochte Eiklar enthält Avidin, welche in größeren Mengen zu Hautproblemen, Übelkeit oder auch zu Problemen bei der Verdauung führen kann. Zudem bindet der Inhaltsstoff das im Dotter vorkommende B7, auch Biotin genannt. B7 ist für ein schönes Hautbild und gesunde Haare bzw. Nägel von Bedeutung. Avidin verhindert die Aufnahme des Nährstoffes B7 im Darm. Deswegen ist es empfehlenswert, die schädliche Substanz beim Erhitzen zu neutralisieren.
Einen weiteren ungesunden Bestandteil von rohen Eiern stellen Salmonellen dar. Bei manchen Menschen verursachen die Erreger nach dem Verzehr Beschwerden im Darmtrakt und rufen Durchfall oder Erbrechen hervor. Daher ist bei älteren Leuten, kleinen Kindern sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem Vorsicht geboten.
Eine Salmonellenvergiftung kann vermieden werden, indem Speisen mit rohen Eiern zügig zubereitet und verzehrt werden. Generell ist ein gründliches Durchgaren der tierischen Produkte zu empfehlen, damit alle Keime abgetötet sind. Grundsätzlich gilt es im Umgang mit Lebensmitteln darauf zu achten, dass eine gute Küchenhygiene vorherrscht.
Fazit
Eierkocher sind eine praktische Erfindung für alle Personen, die regelmäßig ein Frühstücksei oder andere Eierspeisen essen. Wird das Gerät häufig genutzt, lohnen sich auch die recht geringen Anschaffungskosten. Im Gegensatz zu einem Topf auf der Herdplatte punktet der Kocher mit niedrigen Stromkosten sowie kurzer Garzeit. Es ist darauf zu achten, dass das gewünschte Modell genügend Eier auf einmal kochen kann. Zur einfacheren Reinigung ist ein Produkt mit spülmaschinenfesten Teilen zu empfehlen. Ein im Lieferumfang enthaltener Messbecher dient dazu, die genaue Menge Wasser zu bestimmen. Hochwertige Artikel sind meist auch im höherpreisigem Segment angesiedelt. Dennoch erscheint es wichtig, auf eine gute Qualität plus gewisse Sicherheitsstandards zu achten.
























































